ON
KIEL FM
   101.2 !
 

Randy  Hansen   29. Okt. 2005     Hamburg   Downtown Bluesclub

Jeder  Gitarrist, der  mit der  Sparte  Rock etwas  zu  tun hat,  hat  sicherlich seinen  eigenen  Helden, sein Vorbild  oder  vielleicht sogar  Idol. In  den meisten  Fällen  wird  da  immer ein  Name genannt :  Jimi Hendrix ! Ein  Typ, der  bis zu  seinem  Tod vor  35  Jahren, es geschafft  hatte,  mit nur  4  veröffentlichen  Alben sich  einen  exzellenten Ruf  als  Musiker zu  erarbeiten. Sicherlich  lag dies  auch  an  seinen  grandiosen Liveauftritten, von  denen  es inzwischen eine  unüberschaubare  Menge an  offiziellen  und inoffiziellen  Veröffentlichungen  gibt. Zahllose  Coverversionen  und Eigeninterpretationen  an  der Livefront  gibt  es Jahr für  Jahr  von heutigen  Gitarrenhexern  zu hören.

Für viele  stellen   sich immer  wieder  die Fragen, was  wäre  aus Jimi  Hendrix  geworden, was würde  er  heute für  Musik  machen ? Hätte  er heute  überhaupt  Legendenstatus  oder hätten  ihn  die Yngwies, Satrianis   und  Vais einfach  überrollt ? Der  ebenfalls aus  Seattle  stammende Randy  Hansen  hat sich  die  Lebensaufgabe gestellt  Jimi  Hendrix nicht  nur  nachzuspielen, sondern  den Mann  auch  zu leben. Seit  mehr  als 15  Jahren  tourt er  durch  die Weltgeschichte  und  zollt Hendrix  Tribut. Wer sich  einmal mit  Hendrix  beschäftigt hat,  merkt  schnell, dass Randy  Hansen  eben nicht  nur  covert, sondern  tatsächlich auch  so  spielt wie  Hendrix. Die  schrägen Rückkopplungen  an  ungewöhnlichen  Stellen, der Synchrongesang  zur  gespielten Melodie, das  spontane  Spiel, das den  Song  manchmal auf  20  Minuten anwachsen  lässt und  immer wieder  einer  Neukomposition  gleichkommt. Genial !  Alles wirkt  bei  Randy  Hansen ziemlich  authentisch, der  Mann muß Hendrix  irgendwie  in sich  aufgesogen  haben, anders ist  das  nicht zu  erklären. So auch  am heutigen  Samstag Abend  im proppevollen  Downtown  Blues Club. Auf  der Setlist  zu  seinen Füßen  sind  36 Songs  aufgeführt, die  der Meister  nicht  abarbeitet sondern  sich  spontan erspielt. Die  Jenigen, die  Randy noch  nie  zu vor  live  erlebt haben, belächeln  vielleicht  anfänglich seine  Optik, den  der 51jährige  ist  sich nicht  zu  schade auch  optisch  dem Original  ein  weinig nahe  zu  kommen. Sprich  bunte Klamotten  und  Tücher sind  Usus. Seine  beiden Begleitmusiker  Manni  von Bohr  an  den Drums  und U.F.O.  Walter, der den  verstorbenen  Horst Stachelhaus  vor  einigen Jahren  am  Bass ersetzen  musste, bieten  im Hintergrund,  mit  ihrem modernen  Spiel,  den optimalen  Teppich  für Randy  und  treiben ihn  quasi  richtig an. Angefangen  mit  einem fetzigen  „Fire“  finden auch  immer  wieder Nicht - Hendrix Kompositionen  den  Weg ins  Set,  wie z.B.  „Sunshine  Of Your  Love“ von  Cream, oder auch  „Hush“  welches die  Meisten  wohl von  Deep  Purple kennen, heute  Abend  den Saal  zum  lauthalsen Mitgröhlen  annimiert und  plötzlich in  der Mitte  von „Spanish  Castle  Magic“ auftaucht. Für mich  war  allerdings am  kultigsten  das Arrangement  von  Bob Dylan’s  „All  Along The  Watchtower“ , die  Anfangs - und  Endstrophe  gab es  nur  mit Gitarre  begeleitet  in einem  langsamen  Takt und  mit  einer etwas  veränderten  Gesangsmelodie, wobei  der Song  natürlich  in der  Mitte  Gitarrensoloartig  explodierte. Die  Unterschiede von  Live  -zu den  bekannten  Studioversionen  fallen auch  heute  Abend sehr positiv  auf, vieles  hört sich  ziemlich  jazzig an, so  auch  das von  Randy  als sein  Lieblingssong  angekündigte „1983“. Eine  oberlange  Nummer, die meiner  Meinung  nach zeigt, wie  Hendrix  vielleicht heute  klingen  könnte. Super !An  dieser Stelle  sei  gleich mal  die  CD „Alter  Ego“  von Hansen empfohlen, hier  auch  wieder jede  Menge  Coverversionen, die  allerdings in  einem  ziemlich ungewohnten  Arrangement  daherkommen und  dazu  noch vom  Meister  komplett im  Alleingang  eingespielt wurden.

Die  großen Hits  wie  „Foxy Lady“ / „Red  House“ / „Purple  Haze“ oder  „Hey Joe“  fehlen  heute Abend  natürlich  auch nicht, was  soll  man da  hervorheben, wenn  eh alles  ein  riesiges Überraschungsei  ist ? Es  gab auf  alle  Fälle noch  ein  paar phantastische  Versionen  von „Voodoo  Chile“ / „Little  Wing“ und  ziemlich  zum Schluss  auch  noch „The Wind  Cries  Mary“. Wie schon  erwähnt, bietet Randy  auch’n büschen  was für’s  Auge, Gitarrenpleks  werden geschickt  aus  dem Handgelenk  von  hinten über  die  Schulter geworfen, nach  einem  kurzen Publikumsritt  besteigt  man die  Bühne  erneut über  die  Judorolle oder  lässt  sich rücklings  von  den begeisterten  Fans  tragen. Hier war  allerdings der  Clubkronenleuchter  etwas im  Wege.....Nach  guten 2 Stunden  hinterlässt Randy  Hansen  mit seinen  Mannen  ein äußerst  zufrieden  strahlendes Publikum, gibt  noch  fleißig Autogramme  und  freut sich  vielleicht  genauso wie  ich  auf ein  nächstes  Mal. Für alle  Hendrixfans  und  zu spät  Geborenen, wie ich  es auch  bin, hier  die Aufforderung : Jimi  ist  zwar tot, dafür  gibt  es aber  Randy  und Randy  ist  ein sehr  guter  Hendrix ! Verpasst  ihn nicht !

Nico  K. 

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

 

Motörhead       16. Okt. 2005   Hamburg    CCH 3

Hätte  mir  im Jahre  2001  jemand gesagt : „Komm, lass  uns  zu Motörhead  gehen, ich  habe Karten  besorgt  und bekomme  jetzt  81,94 DM  von  Dir.“ „Wie,  ich  soll Dich  einladen ?“  „Nein, das ist  der  Preis für  eine  Eintrittskarte......“

Da  hätte ich  natürlich  nachgefragt, ob  es sich  um  ein Festival  handelt  oder hätte  den Menschen  für verrückt  erklärt.

Heute,  zücken die  Meisten  ganz locker  41,90  Euronen und  denken  nicht groß  über  die Inflation  nach. Zugegeben,  in diesem  Fall  war es  mir  auch fast  egal, da  Motörhead ja  nun  mal zu  meinen  Top Five  Bands  gehören und  ich  magnetisch angezogen  wurde. Erstmalig  fand das  nahezu  alljährliche Specktakel  im  spießigen CCH 3  statt  und nachdem  alle  Kumpels auf  Grund  des Eintrittspreises  dankend  abgelehnt hatten, machte  ich  mich allein  auf  die Socken.(Nach  dem  Motto, wenn schon  teuer, dann  aber richtig..)Überraschender  weise  fanden sich  ca.  2000 Männer  auf  dem sauberen  Parkett  ein, die das  sonst  übliche Docks (Jetzt  glaube  ich D-Club)  wohl  zum Auseinanderplatzen  gebracht  hätten. Am Merchandising  Stand  hatte mich  eigentlich  gewundert, dass  man kein  Angebot  bekam mit  EC -  oder Kreditkarte  zu  bezahlen, die Grundversorgung  eines  jeden Metalheads,  entspannte  58,67 DM  (sprich  30 Euro) für  ein  T-Shirt in  die  Motörheadkasse  zu pumpen, war  an   diesem Abend  nicht  für alle  Besucher  möglich. Um so  florierender  der Verkauf  nach  dem Konzert  vor  der Halle, wo  man,  wie üblich,  den  fliegenden Händlern  nur  10 Euro  für  ein Shirt  in  die Hand  drücken  brauchte. Die erste  Band  des Abends,  Slunt,  fing  viel zu  früh  an und  überzeugten  mich spontan  mit  mieser Langweile. Sie  kamen  aus New  York  City und  hatten  sogar zwei  Mädels  an den  Instrumente, leider  war genau  das  der Nachteil. Egal,  die zweite  Band  des Abends,  Mondo  Generator, groovten  dafür  umso besser. Der  ehemalige  Queens Of  The  Stone Age  Frontmann  und Ex  Kyuss  Bassist Nick  Oliveri  rotzte uns  kurze, knackige  Songs um  die  Ohren, die irgendwo  zwischen  den Queens Of  The  Stone Age, Punk  mit  Schreikrämpfen  und Metallanleihen, die eigentlich  ihre  Wurzeln in den  70ern  hatten lagen. Gefiel  mir  gut, muß ich  bei  Gelegenheit mal  anschecken, deshalb  auch hier  der  Aufruf, wer kann  mir  da mal  eine  CD machen ?

30 Jahre  Rock’n Roll  und Bandgeschichte  galt  es heute  Abend  zu feiern. Angefangen  als  Trio, Mitte  der  80er für  coole  10 Jahre  zum  Quartett angewachsen, präsentierten  sich  Motörhead seit  1996  heute natürlich  auch  wieder als  Trio.(Wem  sag ich  das.....) Die  Musik hat  sich  seit den  Anfängen  eigentlich nicht  sonderlich  viel geändert, wenn  man  mal die  heutzutage  verbesserten Soundmöglichkeiten  außer  Acht lässt. Recht  so, Frontmann  Lemmy ist  halt  ein Szeneoriginal, das  so  wie er  sich gibt, optimal  zur Mucke  passt  und vor  allen  Anderen schon  da  war !Nicht zu  vergessen, dass  der Typ  so  alt ist  wie  mein Vater  und  in diesem  Jahr  am heiligen  Abend  seinen 60ten  Geburtstag  feiern wird !! Außerdem  kann  ich nur  dazu  auffordern, daß  jeder Rock  oder  Metalfan diese  Band  mindestens einmal  Live  erlebt haben  sollte. Wie  üblich schmiss  Lemmy  seine Kippe  auf  den Boden  und  begrüßte die  Fans  mit einem  kratzigen „Guten  Abend,........wie  geht’s ?........We  are Motörhead.......and  we  play Rock’n Roll !“ bevor   „Dr. Rock“  die  ersten Fäuste  in  die Luft  wirbeln  ließen. Der  Sound  ist  in Ordnung  und  Mikkey Dee’s  Bassdrums  massierten von  Anfang  an  angenehm  die Magenwände. „Stay  Clean“  und „Love  Me  Like A  Reptile“  folgten und  das  neue “Killers”  vom  letzten Album  Inferno  hörte sich  jetzt  schon an  wie  ein Klassiker. Im  großen  und Ganzen  hielt  sich die  Songauswahl  so  ziemlich  an die  Reihenfolge  der letzten  Live  DVD „Stage  Fright“, die  meiner Meinung  nach  mehr als  gelungen  ist. Die kultige, alte  Single  B-side aus  dem  Jahre 1981  „Over  The Top“  widmete  Lemmy auch  an diesem  Sonntag Abend sich  selbst  und es  gab  natürlich auch  vom  „most hated“  Album  „Another Perfect  Day“  die heimlichen  Hits  „I Got  Mine“  und „Dancing  On Your  Grave“. Noch nie  in  Deutschland live  gespielt, versetzte  mich „Fast  And  Loose“ vom  Über - Album  „Ace Of  Spades“  in eine  Art  Rauschzustand, dass  ich das  sonst  eher zu  lang  geratene Drumsolo  von  Mikkey Dee  kaum  als störend  empfand  und gleich  weiter  in „Just  Cos  You Got  The  Power“ schwelgte,  bei  dem Phil  Campbell (Immerhin  auch schon  seit  20 Jahren  in der  Band) so richtig  schön  die Seiten  quälte. Bitte  diese Nummer  niemals  aus dem  Liveset  nehmen !Zwischendurch  gab es  mal  ein paar  Probleme  mit dem  Gitarrensound, aber  nach der  entsprechenden  Aufforderung, gröhlten die  Hamburger  sich an  Platz  1 der  lautesten  Fans und  wurden  natürlich auch  mit  ein paar  Dezibel  mehr aus  der  PA belohnt, welche  das Knistern  einfach übertönten.Die  Klassiker „Killed  By  Death“ und  „Iron  Fist“ beendeten  den ersten  Teil des  Abends,  schnell wurden  zwei  Hocker auf  die  Bühne gestellt  und  Motörhead goes  unplugged ! Eigentlich  widerspricht sich  die  Acousticgitarre  ja  im  Falle von  Motörhead, aber  es funktionierte  trotzdem. Vom  letzten Album  „Inferno“  initiierten die  drei  den „Whorehouse  Blues“. Drummer  Mikkey Dee  an  der zweite  Klampfe  und uns  Lemmy  nur mit  Mundharmonika  bewaffnet in  der  Mitte, cool ! Lemmy’s  derbe Stimme, Mundharmonika und ein  phantastisches  Gitarrengeklimper  von Phil  Campbell  ließen, zumindest  für  mich, diesen  Song  als etwas  besonderes  erklingen. Schnell  die „richtigen“  Instrumente  umgeschnallt und  Motörheads  beliebtestes „Ace  Of Spades“  wurde von  Lemmy  mit „You  Got  It“ angekündigt, bis  dann  eine überlange  Version  von „Overkill“  die  Begeisterten hinausprügelte. Schade, wieder einmal  zu  kurz der  Spaß ! Ich  freue mich  schon  auf das  nächste  Jahr und  werde  bis dahin  die  DVD wohl  mindestens  365 mal  gesehen  haben........auch  wenn Motörhead  das  AC / DC und Iron  Maiden  Syndrom haben, sprich  bei  fast jeder  Tour  die gleichen  Songs  spielen, bei dieser  Band  stört mich  das  irgendwie nicht  so  stark und  wer  weiß, in den  letzten  Jahren haben  es  ja tatsächlich  immer mal  wieder  ein paar  Exzoten  ins Set  geschafft. Ihr  habt einen  kultigen  Abend verpasst,  und  auf die  Gefahr  hin , dass ich  bei  der nächsten  Tour  wieder  alleine fahre , denn  wir  haben alle  das  Pech, dass die  Eintrittspreise  ja bekanntlich  wohl  eher nicht  billiger  werden. „I’m  In  Love With  Rock’n  Roll , Satisfies  My Soul  If  That’s How  It  Has To  Be,  I Won’t  Get  Mad I  Got  Rock’n Roll, To  Save  Me From  The  Cold, And  If  That’s All  There  Is, It  Ain’t  So  Bad  Rock’n Roll ! In  diesem  Sinne...........

Nico  K.

 

Setlist

Dr.  Rock
Stay Clean
Love Me  Like  A Reptile
Killers
Metropolis
Over The  Top
No  Class
I Got  Mine
In The  Name  Of Tragedy
Dancing On  Your  Grave
Fast And  Loose
R.A.M.O.N.E.S.
Sacrifice  (Drum  Solo)
Just Cos  You  Got The  Power
Going To  Brazil
Killed By Death
Iron Fist
    -----
Whorehouse Blues
Ace Of  Spades
Overkill  
 
 
 
------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 
 
Ben  Granfelt    14. Mai 2005   Hamburg Logo

Ben  Granfelt , wer  ist das  eigentlich ?
Das  ist doch der , der  schon mal  im  Vorprogramm von  Thin Lizzy  2000  in  der Großen Freiheit aufgefallen ist . Außerdem hat  der Finne  einige  Jahre bei  den Leningrad  Cowboys die  Gitarre bedient , nur  bei der  Band konnte man  ja  nie ein  Gesicht erkennen , da  ja  alle  die gleiche  Maskerade getragen haben .
So richtig  positiv aufgefallen  ist er aber als zweiter  Gitarist  bei Wishbone Ash in den  vergangenen vier Jahren. Zusammen mit  Andy  Powell  haben die  beiden  jedes Jahr DAS  Gitarrenereignis  an  der Livefront  abgeliefert .Kaum  zu  toppen , wie  Brüder......tja und  nun ?! Jetzt  ist der  gute  Mann  wieder  auf Solopfaden und  sein  eigener Herr mit  eigener Band . Im  Prinzip hat  er  all die  Jahre immer  mal wieder für  sich  ein Solo Album  gemacht und  hier  und da sicherlich auch ein  Solokonzert gegeben , doch Wishbone Ash  haben ihm  viel  Zeit  geraubt , zu  viel , wie  er  nach  dem heutigen Abend  ausplauderte , die  Familie kam  bei über 120  W.A.  Auftritten  im  Jahr  zu  kurz  und Platz  für eigene Musik  war auch rar  in  der Zeit mit  den Engländern .

Mir  als Guitarfreak  soll’s  recht sein , wenn  Helden  sich  auch  mal solo auf’s  Parkett wagen . Um das  neue  Album  „The  Past  Experience  1994  - 2004“  zu  promoten , ergab  sich  die Chance für  einen anderen  Meister  seines  Fachs auf dessen Tour zu eröffnen, nämlich  keinen  geringeren  als Robin  Trower . Im Anschluß daran  gab es dann noch diesen einen  Auftritt  im  Hamburger Logo , bei dem  man sich mal  etwas  länger  als die  üblichen  50 Minuten  Support zeigen wollte .
 

Gesagt getan , für  alle  , die nicht  dort  waren und  das waren  viele.....kann  man nur  sagen : Ihr habt da ein  tolles  Konzert verpasst , welches nicht  nur für Gitarrenfreaks  interessant gewesen  wäre . Die  Sologitarre kam  natürlich nie  zu  kurz  und wurde  auch  etwas deutlicher als  auf den  CDs vorgeführt , doch  es  endete  nie  in  einem endlosem Gegniedel . Eingeläutet  wurden  das gut  1 stündige  Rockfest  mit  einer unbetitelten Jam , bei  der   das WaWa Pedal  schon mal  bis zum  Anschlag  getreten  wurde . Optimal !

Die  beiden  Begleitmusiker  an  Bass  und Schlagzeug spielten den  ganzen  Abend ziemlich solide , erwähnenswert  ist wohl noch die  Tatsache , dass der  Jüngling  hinter  dem Schlagzeug , ein gewisser Risto  Rikala   (Den  finnischen  Namen des  Bassisten , habe  ich , als der  Kartoffelsprache  nicht mächtiger, natürlich  nicht  verstanden....) den  eigentlichen  Drummer , Miri  Miettinen , sehr  kurzfristig ersetzen musste , da  der sich   wenige  Tage  vor der  Tour  die Achillessehne  verletzt  hatte .Laut offizieller  Ansage  gab es wohl  nur eine zwei stündige Probe  vor der  Tour........na ja....Legenden halt , wie dem  auch  sei , dem Bengel   merkte  man das  zumindest nicht  an .Zwischen  den Songs  gab es zum  Teil  ganz  unterhaltsame Ansagen  zu  den einzelnen  Liedern , wie die  Erklärung zu dem Instrumental „Slapshot“ ( Titelsong der  finnischen  Eishockey WM 1997 ) oder  dass  sich ein  Wishbone  Ash Fan  aus Brasilien  ein Loch in den  Bauch gefreut  hatte , Ben  G.  in  Hannover  ausgerechnet  bei einem  Robin Trower Konzert    erleben zu können . „Last Notes“ (Dem verstorbenen Vater  gewidmet) , ebenfalls ein Instrumental , allerdings eine sehr ruhige Nummer mit  einer phantastischen Leadmelodie folgte sehr entspannt .Der einzige  Wishbone  Ash Track  des   heutigen  Abends, „Faith Hope And  Love“ , entstand zuerst bei  Herrn Granfelt während  einer Probe  mit dem  Drummer von  Wishbone Ash  und wurde  uns hier quasi  im  Ursprungsarangement präsentiert . Sehr schön ! Da das  Logo  heute  Abend leider nur  34  Gäste zählen konnte , von denen  auch  noch  3 nach den  ersten  Minuten wieder abgehauen  sind , war  der Kontakt  zwischen  Band  und Publikum schon  fast  intim.....nachdem Mr.  Granfelt mein Gov’t  Mule  T-shirt gesehen  hatte,  wurde doch auch gleich auf  einen Fan  namens  Colin hingewiesen , der  extra aus  England einflog , nur  um  heute Abend  diesen  Gig zu besuchen . Außerdem  sei Colin  ein riesiger Wishbone Ash  Fan (Hat  in  diesem  Jahr  bereits 70 !!! W.A. Gigs miterlebt....) , inzwischen  ein  Freund  von Ben , der  das große  Glück hatte  in  diesem  Jahr, innerhalb  von einer  Woche , in  London  zunächst Gov’t  Mule  und ein  paar  Tage  später  auch  noch  die legendären Cream  live  zu erleben . Neidisch wurde  dies  natürlich von  den Anwesenden beklatscht und  als kleine Entschädigung  gab es das  Cream  Cover „White Room“ , ebenfalls  instrumental  wie auf  dem „Radio Friendly“  Album von  1996 . Eine klasse Version , bei  der natürlich  die Hendrix  - Antäuschung nicht  fehlen  durfte .

Von  der Bühne  verabschiedete  man sich noch mit  einem weiteren Instrumental „Checkered Flag“ , welches  dem  finnischen  Formel  Eins  Fahrer  Mika  Sato  auf dem  Leib  komponiert  wurde und  Deep  Purples „Hush“ .
Lange  ließ  man sich auch nicht  bitten  und spielte  noch  eine  ausgedehnte Version  von J.J. Cales    „Cocaine“ , an der  sich  Eric  Clapton sicherlich die  Finger  gebrochen hätte  oder  sein  kleines Unplugged  - Herz erstarrt wäre .

Ein  Abend , der  sich  in  jeder Hinsicht gelohnt  hat, starke Musik, super Sound  und Musiker , die  noch  wirklich Spaß und  Biss  hatten  aufzutreten , trotz der  wenigen Leute. Das nenne  ich professionell  ! Nach  dem  Konzert gab  es  noch  die Information , dass sechs  Auftritte dieser Tour mitgeschnitten wurden , kultige Nachricht  für mich als  begeisterten  Fan........Allen  Ignoranten  sei bis dahin  auf alle Fälle  die aktuelle Best CD empfohlen , denn die  macht wirklich Sinn , zumal die  Zusammenstellung  der Songs  stimmt  und die  regulären  Alben zum  größten Teil auch nicht  mehr  erhältlich  sind . Out  Of  Print   wie es so schön  heißt......Wem Joe  Satriani  zu  technisch ist, die Gitarre  trotzdem  melodiös  und songorientiert   jaulen  soll , der  sollte unbedingt  einmal  in  ein Ben  Granfelt  Album hineinhören ,vielleicht  kommen  dann  beim  nächsten  Mal ja so viele Leute  wie bei  Wishbone  Ash, die  Zielgruppe  ist die  Gleiche und  verdient  hätte es der  gute  Ben  alle  mal .....ich  bin dabei !
Nico K.

Setlist  Hamburg Logo

Intro  Jam
What We Are
Slapshot
Home
Last Notes
Faith  Hope  & Love
Power  Of  Passion
All  I Want To Be
Falling  For You  Again
White  Room
Checkered  Flag
Hush
Cocaine

www.bengranfelt.com
 
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 
Pothead   19. Nov.  2004  Hamburg Markthalle
 
Minimalistikrocker  bei der  Arbeit.......
 
Freitag  Abend 18,48  h ,  Nico befand  sich  noch im  Hause  seines
Brötchengebers  ....19,15 h  sollte  er aber  eigentlich  schon zu  Hause
abgeholt  werden zwecks  Reise  gen Hamburg.....tja  wie  das so  ist,
immer  wenn man(n)  mal  einen Termin  hat....die  totale Hetze....egal,
nach  dem in  der  Woche davor  schon  zwei Konzerte  (Popa  Chubby und
Randy  Hansen......) auf  Grund  von Atemwegerkrankungen  ersatzlos
gestrichen  wurden, (So  eine  Scheiße !!) gab  es doch  eine  gewisse
Vorfreude auf  den heutigen  Abend , zu  mal der  letzte  Pothead Besuch
vor  sieben Jahren  stattfand.
 
Zu   Hause angekommen ,  schnell  in Schale  geschmissen , schellte  es
auch  schon an  der  Tür. Das Abholkommando (Uns  Arne  und Herr  L. )
war  bereit , wie  immer  verging die  ca.  1 stündige      Fahrt  wie
im  Fluge , Meinungen  und Bejubelungen  über  den ein  oder  anderen
"Nicht  Musiker" wurden  fachgesimpelt , im  laufenden CD  Fahrtprogramm
mussten  Sangesstimmen von  Kultleuten  wie Chris  Goss  aus ominösen
Sounds  herauserkannt werden. Oder  auch  immer wieder  ein  beliebtes
Thema : Ein  gewisser Blender  Namens Steve  Hogarth (Bemüht  sich  der
Zeit  als Sänger  bei  der Gruppe  Marillion , die  waren Fans  dieser
Kombo   haben natürlich  sein  kaum zu  ertragenes  Gekrächze nach  dem
ersten  Geräusch aus  seinem  Munde sofort  enttarnt  und folgerichtig
die  Band nach  dem    Weggang von  original  Sänger Fish  im  Jahre
1988,  für aufgelöst erklärt !Wie  ein  jeder feststellen  musste , haben
die  so genanten  Marillion  ohne Fish  als  Sänger leider  nur  einen
Misserfolg  nach dem  Anderen  produziert und  sind  inzwischen schon
auf  die Mithilfe  einer  sehr kleinen  Fanschar   angewiesen  und
lassen  sich von  den  armen , nichtsahnenden  Irren sogar  die üblen
Versuche  neuer Albenproduktionen finanzieren......wer  da  nun der
Dumme  ist , wäre vielleicht  mal  eine Frage  für  den
Bundestag......die  stimmen ja  gerne  über Blödsinn  ab....) OK,  Ihr
wundert  Euch schon, das  hier  hat gerade  nichts  mit dem
Potheadkonzert  zu tun, aber  es  tut gut,  das  mal wieder  an
prägnanter  Stelle loszuwerden.  Von daher  wieder  einmal eine  typische
und  unterhaltsame Anreise.
Glücklicher  Weise befand  sich  so ziemlich  direkt  vor der  Hamburger
Markthalle  eine passende  Parklücke, so  dass man  gar  nicht erst
lange  bei der  Arschkälte  draußen rumlaufen  musste. 16  Euronen an
der  Abendkasse wurden  auch  schnell ins  Häuschen  geschmissen und
plötzlich  war man  dabei .
 
Der  Devotionalien Stand  wurde  gleich nach  dem  ersten Stück  Pizza
gescheckt  und prompt  fühlte  sich der  Schreiber  dieser Zeilen
verpflichtet  die sauer  verdienten  13 Euronen  direkt  im Tausch  gegen
die  neuste Live  CD  "Live In  Berlin"  (Soll übrigens  auch  nur eine
Auflage  von 1.000  Stück  haben.......ein  gutes Lockmittel  für  den
Sammler  und Jäger  Nico...)  in  die  Kasse der  Pothead  Musiker zu
pumpen. Arne  konnte auch  nicht  anders und  griff  sich gleich  mal
die  neuste Studio  CD  ab. Da die  Band  ihre Musik  fast  nur noch  in
Eigenregie  vertreibt ,  wohl  bei  diesen  kleinen Auflagen  nicht
wirklich  reich wird,  sind  13 Euronen  für  die CDs  oder  15 für  'n
Shirt  auch noch  akzeptabel. (Wenn  man bedenkt  das  die großen  Bands
von  heute gerne  mal  35 Euro  (Leute  das sind  70  DM....wacht mal
auf !!!)  für ein  billiges  T-Shirt haben  wollen........)
So  richtig viele  Leute  waren noch  nicht  eingelaufen, aber  das heißt
in  HH ja  nichts, eine  Vorgruppe sollte  es  heute Abend  eh  nicht
geben,  nach dem  der  Soundman (oder  wer auch  immer  das ausgesucht
hat)  die Leute  mit  ulkiger Musik  wie  zB. Moody  Blues, Thin  Lizzy
oder  irgendwelches 20er  Jahre  Zeug beschallt  hatte , schlenderten
unsere  drei Potheads  mit  Bierfläschchen  bewaffnet auf  die  Bühne und
legten  los.
 
Im  Nu füllte  sich  die Halle  und  so ca.  450  Nasen wackelten  mit
dem  Kopf. Von Anfang  an  war der  Sound  recht laut  aber  dafür
druckvoll  astrein.
Anstelle  von Jeans  und  T- Shirt trugen  die  Musiker   diesmal
schwarze  Anzüge mit  komischen  Krawatten , die  nicht zu  den  Hemden
passten.....Drummer  Sebastian Meyer  glänzte  übrigens mit  einem  Binder
aus  Chrom........wo  es solche  Teile  wohl gibt......und  was  würde
mein  Chef wohl  dazu  sagen.......???
Da  mir leider  bisher  nur das  97er  Album "Learn  To  Hypnotize"
geläufig  ist, ich nach  dem  Konzert keine  Setlist  abgreifen konnte,
(Ich  glaub da  gab  es wohl  gar  keine....) kann  ich  heute keine
genaue  Songreihenfolge  präsentieren. Die  Band hielt  sich  aber so
ziemlich  an die  neuste  Live Scheibe  (Darauf  sind übrigens  19
unverfälschte  Supernummern enthalten  in  einem sehr  guten  Live Sound
, wie  ich finde)  ,ergänzt  durch viele, viele  andere  Songs.... für
mich  in starker  Erinnerung  geblieben ist    auf  jeden fall   die
gute  Laune der  Musiker,  Sänger und  Gitarrist  Brad (Ein  Mensch  ohne
Nachnahmen  lt. CD  Booklet...)  freute sich  und  war anscheinend  gut
drauf ,  zu mindest  gab  es  von  seiner Seite  doch  das ein  oder
andere  Mal einen  Textverlacher  während der  Songs.  Überhaupt gab  es
ohne  viel Worte  einfach  viel Musik ,  die  Leute waren  schnell
bereit  auf die  Ooohhs....Ooohhs...  bei dem  indianermäßigem  "Chess"
einzusteigen  oder das  leise  Oooh bei  "Funkenbus"  zu unterstützen ,
bevor  der Song  durch  seine Punkanleihen  aufbrach  und die  Fans
explodieren  ließ. Wenn mich  sonst  eine gewisse  Stageaction  begeistern
kann  , waren es  heute  die  kaum  war zu  nehmenden  Schrittchen von
Basser  Jeff Dope  oder  die stets  geschlossen  Augen von  Gitarrist
und  Sänger Brad , bei  dem  man das  Gefühl  hatte er  würde  die
Lyriks  hinter den Augenliedern  gerade  mitfühlen . Minimalistische
Bewegungen  der Musiker , kurze  einfache  Rythmen , leise  Klänge  oder
hohe , laute  Aufschreie wechselten  sich  heute Abend  geschickt  ab  und
wurden  einfach nicht  langweilig. Obwohl  ich  ja  bekanntermaßen  ein
Gitarren  Gniedelfan bin , es  bei  Pothead eher  keine  bis ganz  wenig
Gitarrensoli  gibt, kamen  mir  die ersten  75  Minuten eher  wie  10
vor.
 
Einen  riesigen Eindruck  hinterließ  übrigens der  Song  "Dr. De
Structo"   bei mir, kaum  Verzerrtechnik  im Gitarrensound , kurzer
Rhythmus , geniale  Ohrwurm  Gesangsmelodie. (Extrem  gespannt schmiss  ich
den  frisch erworbenen  Tonträger  so  ca.  1,30 h  Nachts ,  gleich
nach  der heimatlichen  Ankunft , in  die  CD  Maschine und  erkannte
natürlich  sogleich obigen  Song  als solchen an  zweiter  Stelle. Voll
geil !  Sagte man  so  in den  80ern.....)
Wie  gesagt , es  vergingen   75 Minuten  und  weg waren  sie ,  die
Hallenmusik  erschallte und  die  Luft war  zu  allem Überfluss  sehr
stark  verraucht , ein  gewisser  Geruch machte  sich  breit.....sollte
das  schon alles  gewesen  sein ? Nicht  so  bei Pothead , nach  einem
kurzen  Augenblick kamen  sie  wieder und  spielten  noch einen
Song.....gingen  weg.....und dann  noch  einen.....und dann  noch
zwei.......hier  kam dann  auch  auf einmal   das  kleine Keyboard
,welches  am linken  Bühnenrand  stand , bei "Stadium"  zum  Einsatz und
außerdem  gab es  noch  "Henry und  Mabel"  und das  initiierte
Indianerintro  der Fans  wurde  von  den  Potheads erhört  und  mit
"Indians"  vom allseits  beliebten  Learn To  Hypnotize  Album gerne  dem
ausflippendem  Volk präsentiert.......lt. Fanaussage  soll  es da  so
einen  Rekord der Potheads  geben, der  besagt, dass sie  wohl  auch
schon  13 mal  wieder  auf die  Bühne  klettern.
Sänger  Brad bedankt  sich  immer wieder  mit  einem deutschen  "Danke"
oder  "Vielen Dank"  behauptet  dann auch  noch, dass  das das  einzige
Wort  wäre, welches er  auf  deutsch sprechen  könne........tja...sollen
wir  ihm das  glauben, das  er  als  Amerikaner , der  so ca.  seit  10
Jahren  in Deutschland  lebt ,  wirklich nicht  mehr  deutsche Vokabeln
beherrscht ....???
Mir  persönlich egal,  die  Musik ist  super  und alle , die  an  dem
Abend  nicht dabei  waren , haben  mal wieder zwei  Stunden  langes
Abtauchen  verpasst. Herr  L. ließ  sich  sogar glatt  zu  folgendem
Kommentar  hinreißen : "Also  den Song  Constantinople  finde ich  ja
total  geil !" Recht  hat  er !  An  das  Konzert im  Hamburger  Logo
vor  sieben Jahren  habe  ich übrigens    noch  folgende Erinnerung :  Da
stand  so ein  Typ  hinter mir,   der  die Potheads  immer  wieder
aufforderte :  "Mehr Druck !" ......"Das  muß  viel mehr  laudäh  kommen
!" (Natürlich  im  breiten , norddeutschen  Slang...)  Ein Ausspruch, der
heute  gerne noch  bei  allen möglichen  blöden  Gelegenheiten zum
Einsatz  kommt......
Ich  glaube diesmal  kann  ich einfach  diese  Chromkrawatte nicht
vergessen........
Nico  K.

 

________________________________________________________________

 

Europe 26.10.04 HH/Fabrik

19.30 Treffen mit Roland, Nico und Elke. Da fast alle pünktlich waren (Gruß an Roland;O)) waren wir auch in „Nullkommanichts“ auf der Autobahn. Während der Fahrt fanden dann die üblichen „Fachgespräche“ statt. Thema war unter anderem die überraschende Absage von Mob Rules. Die Band hat die komplette Tour mit Europe absagen müssen. Sicherlich sehr ärgerlich für die Band ob der verpassten Gelegenheit. Sowie der abgesagte Termin von Europe in Flensburg. Über die Gründe wurde viel spekuliert. Es wurde auch vermutet, dass der Kartenvorverkauf wohl ziemlich schlecht gelaufen sei.  Nüx genaues weiß man(n) nüch....

In der Fabrik angekommen, stellte unsereins fest, dass es ja doch  recht voll geworden ist. Scheint fast ausverkauft zu sein. Wer die Fabrik kennt, weiß was das bedeutet. Je weiter man in diesem Schlauch hinten steht, desto schlechter die Sicht auf die, zugegebener Maßen,  kleine Bühne und umso schlechter der Sound.

Das Publikum ist im Durchschnitt etwas älter. Von Mitte zwanzig bis Ende dreißig ist alles vertreten. Hübsche Frauen sind wie erwartet reichlich im Publikum vertreten. Europe haben halt ihren Ruf und dem werden sie im Laufe des Konzertes im positiven Sinne gerecht. Die Musik, die vor Konzertbeginn aus den Boxen kommt (Van Halen, Thin Lizzy, Judas Priest, etc.), passt da genau ins Bild. Die Songauswahl sorgt auf jeden Fall schon mal für ein gewisses Wohlbefinden bei den hier Anwesenden.

Jetzt aber schnell noch ein Bierchen besorgt und natürlich noch ein Blick auf den Konsumstand, sprich Merchandise, geworfen. Wie erwartet, werden dort in der Herstellung billige T-Shirts (schätze mal pro Shirt 1 Euro Herstellungskosten) zu überteuerten Preisen angeboten (ab 28,-- Euro aufwärts). Also, Business as Usual  Da scheint mir der Eintrittspreis von 22 Euro Vorverkauf und 24 Euro Abendkasse doch reichlich humaner.  Immerhin haben Europe in den glorreichen Achtzigern für viel Geld in den größten Hallen der Welt spielen dürfen.  Da die Jungs später auf der Bühne ziemlich natürlich und locker rüberkommen, scheinen  sie aber die Bodenhaftung nicht verloren zu haben (Leider keine Selbstverständlichkeit bei Ex-Superstars!!!). Was die Band aber dann an Spielfreude und Enthusiasmus verbreitet, ist einfach unglaublich und macht die Jungs nur sympathischer.

Um 21.30 beginnt das Konzert mit einem Intro vom Band. Ein imaginärer Ansager kündigt Europe als  „The best Band from Scandinavia“ an.  Die Band  entert in Originalbesetzung, natürlich unter lautem Jubel, die Bühne und legt gleich mit „Got To Have Faith“ vom aktuellen Album „Start From The Dark“ richtig los. Der Sound ist transparent. Man kann jedes Instrument klar hören. Die Lautstärke stimmt auch. Bin beeindruckt!

Der Soundman von Europe schafft es im Gegensatz zu denen von Queensryche und WASP (beide haben bereits in diesem Jahr dort gespielt. Mit unterschiedlichem „Erfolg“) einen perfekten Sound in den Schlauch zu zaubern. Respekt!!! Mein Herz schlägt höher ob dieser ungewohnten Klangqualität (in letzter Zeit leider eher untypisch für die Fabrik. Siehe oben) und ich bin mir  jetzt schon sicher, dass das ein gutes Konzert werden wird.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Joey, „Moin Hamburg“, und dem obligatorischen Begrüßungsjubel der Fans geht’s gleich weiter mit „Ready Or Not“. Fängt sehr bluesig an . Joey jault zu Beginn des Songs, so schön wie David Coverdale in seinen besten Zeiten, die Refrainzeilen „Rock me til I hit the floor, rock me til I take no more, etc.“ (ja, ich weiß, klischeehafter geht’s nimmer) mit viel Hall in der Stimme ins Mikro. Während  John Norum (Gitarre) jede Zeile mit einem wunderbaren, gefühlvollem Blueslauf auf seinem Griffbrett beantwortet um dann in das Riff des Songs überzugehen. Der Song rockt wie Hölle (was er ja schon auf Platte zu genüge tut). Besonders dieser Gitarrensound bzw. dieser Gitarrenlauf von John machen den Song  zu einem Ohrenschmaus!! Ganz zu schweigen vom Solo.

Überhaupt zaubert John Norum  den gesamten Abend diese wunderbaren Läufe und Soli aus dem Ärmel, dass mir richtig warm ums Herz wird. Es war ja schon dem Einen oder Anderem bekannt wie gut der Mann ist. Aber so was hab’ ich schon lange nicht mehr erlebt.  Schlichtweg Genial. Joey ist gut bei Stimme. Drummer, Basser und Keyboarder bilden eine homogene Einheit in der jede Note sitzt.  Man merkt ihnen allen den Spaß am spielen an. Was natürlich wiederum das Publikum ansteckt, welches sehr gut mitgeht und den Abend einfach zu genießen scheint. Keine Spur von abgehalfterten Superstars. Auch das Outfit der einzelnen Mitglieder spiegelt das wieder. Statt der ehemaligen Dauerwelle, Spandexhose und Glitterjacke etc. sind jetzt (zum Glück) normale Frisuren (Drummer hat Glatze), Jeans und T-Shirt angesagt. Keine Klischees der 80er werden hier bedient.

Genauso das Publikum. Da steht der Turbonegro-Fan (natürlich in der obligatorischen Turbojugend Jeansjacke) rockend neben der Hausfrau. Der Altmetaller (im Swedenrock T-Shirt) zufrieden grinsend neben dem hüpfenden  Jungspund (gegelt und im Yuppi Look). Europe sprechen inzwischen verschiedene Schichten an und garantieren heute Abend Spaß für alle!!!

Weiter geht’s im Sauseschritt mit alten und neuen Krachern wie „Superstitious", „America“, etc. . Mehrmals hält Joey den Mikroständer nach den Songs in das Publikum um dessen Begeisterung einzufangen. Jedenfalls macht er einen sehr zufriedenen und glücklichen Eindruck über die frenetischen Reaktionen des Publikums. Die neuen, ohnehin schon sehr hardrocklastigen Songs, kamen live natürlich noch um einiges roher und härter rüber. Europe spielen heute Abend hauptsächlich die härteren Songs aus ihrem Repertoire. Was im Zusammenhang mit dem neuen Album auch sinnvoll ist. Sie haben anscheinend ihre rockige, frühere Phase wieder entdeckt. „Back to the roots" war  also das Motto des Abends. Der auf dem neuen Longplayer eingeschlagene Weg wird auch live konsequent umgesetzt. Was ich eigentlich sehr mutig finde. Die Band hat mit „Start From The Dark“ bewiesen, dass sie es verstehen  sich nicht zu wiederholen. Jeder der die CD bisher gehört hat war überrascht eben nicht den „typischen“ Sound von Europe zu hören. Das traut sich auch nicht jeder. Gibt genügend schlechte Beispiele wo Bands sich um des Geldes willen, über mehrere Scheiben nur noch öde wiederholen.

Nach ca. 60 min gibt es aber dann doch den ersten (und einzigen) ruhigen Song zu hören. Nach der Vorstellung der Band und einem guten, nicht zu langem Gitarrensolo von John, sowie dem Song „Girl From Lebanon“, kommt Joey alleine mit einer Akustikgitarre auf die Bühne um „Carrie“ zum Besten zu geben. Obwohl allein untertrieben ist, da das Publikum lautstark mitsingt bzw. das Stück fast im Alleingang herunterschmettert!!!!. Gänsehautfaktor pur. Das Publikum sowie die Band sind aus dem Häuschen und Joey bedankt sich mehrmals beim Publikum. Danach  folgt  u. a. noch „Yesterday’s News“ (nur als B-Seite und auf diversen „Best Of“ Alben zu finden) bevor „Rock The Night“ vom Megaseller „The Final Countdown“, das reguläre Set nach 85 min beendet.

Nach kurzer Wartezeit „gibbet“ noch 3 Zugaben, wobei der letzte Song wohl klar sein dürfte, nich wahr;o). Bei eben diesem ging es in der Halle noch mal sooo richtig ab! Will sagen, alles hüpfte, schrie und  stampfte bei diesem Song, der wie kein anderer diese Band verkörpert. Im Guten wie im Schlechten. Vergleiche mit Queen (We Will Rock You, We Are The Champions) und den Rolling Stones (Satisfaction) sind durchaus legitim. Nach diesem Song und etwa 100 min Spielzeit  war dann endgültig Schluss.  

Besonders möchte ich noch den unaufdringlichen, akzentuiert spielenden Keyboarder herausheben. Weniger ist mehr. Hatte da so meine Befürchtungen!!!! Ein dickes Lob geht auch an den Soundman, der heute Abend den Maßstab für die folgenden Metalkonzerte in der Fabrik gesetzt hat. Solch guter Sound sollte eigentlich selbstverständlich sein und nicht außergewöhnlich. Desweiteren  gab es kein Drumsolo, kein Keyboard solo, kein Bass(s)olo. Stattdessen Rock vom feinsten ohne Schnörkel und sinnlosem Gedudel. Rockerherz wat willste mehr?

Europe haben heute Abend bewiesen das sie eine hervorragende Rockband sind. In mir hat die Band nach diesem Konzert und dem aktuellen Album, ich stand dieser Band früher eher skeptisch gegenüber, einen Fan dazu gewonnen. Daumen hoch!!

Wenn die Jungs so weiter machen werden sie demnächst wieder in den großen Hallen der Welt spielen. Verdientermaßen!!! Bitte wiederkommen!!!

Die „Reisegruppe“ aus Kiel fuhr jedenfalls total zufrieden nach Hause.

Alex

P.S.: Mir fällt gerade auf, dass die T-Shirts teurer waren als die Eintrittskarten!!! Strange World!!!

Setlist

Got To Have Faith   
Ready Or Not
Superstitious
America
Wings Of Tomorrow
Let The Good Times Rock
Seven Doors Hotel
Heart Of Stone
Hero
Wake Up Call
Sign Of The Times
Band Introduction
Guitar Solo
Girl From Lebanon
Carrie (Acoustic, Joey allein)
Flames
Yesterday’s News
Rock The Night
Start From The Dark
Cherokee
Final Countdown
 

_____________________________________________________________________________________

 

Judas  Priest  2. Juni  2004   Hannover Stadionsporthalle

Endlich,  nach der  Painkiller    Tournee im  Jahre  1991, die Letzte bekanntlich  mit  Rob Halford  am  Mikrophon, musste  so manch  ein  Fan also  sage  und schreibe  13  Jahre warten  um  diesen Augenblick  noch  einmal miterleben  zu  dürfen.

Nun  war  es also  soweit,  drei Buben  aus  Kiel machten  sich  bei knalle  Sonnenschein  auf den  Weg  in die  Messestadt,  die Hitze  im  Auto wurde  natürlich  von Priestklängen  versüßt,  imaginäre Setlists  wurden  immer wieder  vorgeschwärmt,  jeder hatte  so  seine Lieblingslieder,  die  er unbedingt  hören  wollte. Man einigte  sich  darauf, dass wir  wohl  die Hits  wie  Living After.....Breaking....Another Thing.....Painkiller   in  jedem Fall  zu  hören bekommen,  aber  eigentlich doch  ein  Hauptaugenmerk  auf der  Painkiller  Scheibe liegen  müsste, da diese  ja  nun in den  letzten  10 Jahren  im  Nachgang von  der  „Fachpresse“ und  von  vielen Fans  total  abgekultet wird.

Kurz  um,  selbst wir  alten  Konzert -  Hasen,  die vor  Jahren  ebenfalls schon  Priest  Live Luft  gerochen  haben, waren  doch  tatsächlich „etwas“  aufgeregt.........

An  der  Halle angekommen  mussten  wir leider  feststellen,  dass es  bisher  nicht all zu viele  Fans  an den  Ort  des Geschehens  gezogen  hatte, es  wurden  zwar viele  ortsfremde  Nummernschilder  gesichtet, aber  bisher ließ  doch  die Anzahl  für  so einen  denkwürdigen  Moment zu  wünschen  übrig. Wie der  Name  Stadionsporthalle  schon sagt,  handelt  es sich  also  um eine  waschechte  Sporthalle.......im  direkten Vergleich  zu  unser gewohnten  Sporthalle in  Hamburg, könnte  man  bei diesem  Model  wohl fast  auf  den gleichen  Architekten  schließen, das  Ganze  nur  im  kleineren Format.

Egal, als dann  endlich  Einlass gewährt  wurde  stürmten dann  auch  schnell die  wenigen  Hundert zu  den  „besten“ Plätzen.

Wie  vor  13 Jahren  waren  auch diesmal  Annihilator  im  Vorprogramm  unserer Helden, damals  noch  eher ein  Geheimtipp,  heute doch  mindestens  eine feste  Größe  bei der  Speedmetal  Fraktion. Die Halle war  noch  nicht einmal  halb  gefüllt, da  ging  auch schon  das  Licht aus  und  Bandchef Jeff  Waters  legte mit  seiner  Mannschaft und  neuem  Track All  For  You einen  etwas  unglücklichen Start  ins  Set. Wieder einmal  wurde  dem Fan  mit  Dave Padden  ein  neuer Sänger  präsentiert, der  auf der  neuen  CD „All  For  You“ zwar  durch  aus zu  überzeugen  weiß, Live  aber  für mich  doch  eher unpassend  rüberkommt. Ein  moderner Sänger, der  sich  trotz seiner  jungen  Erscheinung schon recht  professionell gibt  und  so mach  alten  Song doch  irgendwie  zerschreit. Schade,da  können auch  Cumshots  wie  King  Of  The Kill  oder  Never Never  Land  nicht viel  retten. Ruhigere  Passagen wie  in  Set The  World  On Fire  funktionieren  anscheinend gar  nicht. Zum  Abschluß gibt  es  noch mal  die  Übernummer Alice  In  Hell und  schon  ist nach  35  Minuten Schluss. Recht kurzweilig der  Auftritt, doch  wer die  Band  einmal in  einem  kleinen verschwitztem  Club  erlebt hat, weiß  wo  die Band  eigentlich  hingehört.

Nach  ca.  30 Minuten  Umbaupause  war die  Halle  immer noch  nicht  anständig gefüllt.....Leute  wie kann das sein, dass  die  Metal Götter  vor  halbleeren Rängen  spielen  müssen, sich gerade  mal  2500 Nasen  bei so  einem Ereignis  einfinden, sich  den ersten  offiziellen  Auftritt in  „alter“  Besetzung entgehen  lassen  und das  in  der Musikerstadt  Hannover  ??? Kann  es  am nicht  zu  knappen Eintrittspreis   von  41,55 Euronen  liegen  ?

Im  Vergleich  zur Painkiller  Tour  sah der  Preis  eigentlich ähnlich  aus......damals  waren es  allerdings immerhin auch schon 42,90 DM.........heute wären es halt 81,26 DM.........schade  mein  Gehalt hat  sich  seit dem  zwar nicht  parallel mitverdoppelt,  aber  letztes Jahr  haben  unsere Freunde  von  Iron  Maiden  auch mal  eben  schlappe 52,46  Euronen , was  in der  eigentlichen  Währung 102,60  DM  entspricht (Wo  bin  ich hier  eigentlich ?..)  einkassiert und  da  waren die Hallen  rappelvoll.  

Der  Bühnenaufbau  war eigentlich  recht  schlicht, sprich  Scott Travis  trohnte  mit seinem  Schlagzeug  natürlich etwas  oberhalb  und bühnenmittig , links  und  rechts von  ihm  konnten die  Mannen  entweder ein  Treppchen  zur Bühne  nehmen  oder vielleicht  ebenfalls oberhalb  links und  rechts Laufstege  neben der  Bühne nach  vorn  zum Publikum  gelangen. Hinter der  Bühne  hing ein  riesiges  Auge (Das „Electric Eye“)  in dessen  Iris Rob  Halford  plötzlich stand  und  die ersten Zeilen  nach  dem bekannten  „The Hellion  Intro“ von  „Electric  Eye“ sang. Unglaublich,  wenn  ich sage  SOUND  dann meine  ich  SOUND. So einen  Klang  habe ich  definitiv  NOCH NIE  in einem  Live Konzert  gehört !

Pink  Floyd,  Queensryche, Rush  eingeschlossen, der  OBERHAMMER !!!  Relativ laut,  aber  so was von  glasklar, man  hat wirklich  ALLES  herausgehört, KEIN  Instrument war  zu  dominant, zu  laut  oder sonst was......SUPERGENIAL, für  so  einen SOUND  fehlen  bisher die  genauen  Beschreibungen  in den  Wörterbüchern, da  es diese  Wörter  bisher leider  nicht  gibt, einfach OPTIMAL !!! 

Nach  dem  ich von  dieser  Soundwand geblendet  wurde  und gleich  einer  meiner persönlichen  Favoriten  „Metal Gods“  folgte,  kann ich  nur  sagen die  Metal  Gods sind wirklich  zurück. „Heading  Out To  The Highway“  tat sein  übriges  und die  2500  Kehlen sangen  begeistert mit  und hörten sich dabei  auch  noch an  wie  eine 10.000 der  Schaft. Also  da kann  man  sich immer  auf  die Hannoveraner  verlassen,  die Stimmung  war  bei meinen  bisherigen  Hannover Konzerten  immer  bestens. Preist, Priest, Priest  Chöre erschallen  und  unsere Lederfreunde  ließen  sich sichtlich  begeistert  abfeiern.

Kurze  Begrüßung  des Meisters, der  meinte, dass es heute   ein  ganz besonderer  Abend wäre, der  erste nämlich  in  dieser Besetzung  und  dann auch noch in  Hannover  Germany........die  erste Überraschung  wurde  angesagt, aus  dem  Jahre 1976  „The  Ripper“  für  mich, der  das Unleashed  In  The East  Album  ungefähr schon  12.000  mal rotieren ließ,  natürlich  Gold in meinen  Ohren !!! Gespannt  hörte ich  natürlich  die ersten Zeilen, denn  da  kommt es  nun wirklich  auf den  Gesang an, und der  Meister hat’s  wirklich gepackt, der Wechsel  zwischen  Kopf und  Sprechgesang  stimmte, Kult !

Dann  gab  es leider  einen  kleinen Dämpfer ,   „Touch  Of Evil“  vom  Painkiller Album  brach die Stimmung  in  der  Halle doch sichtlich,  zu dem  muß  ich leider  doch  mal die  rosarote  Fanbrille abnehmen  und  zugeben , dass  Rob Halford  bei  diesem Song  doch  mal die  Mickey  Mouse Stimme  zeigte, sprich  hier saßen  die  hohen Töne  leider  nicht wirklich  perfekt, das  Gleiche hörte  man  auch beim  Folgesong  „The Sentinel“  heraus.

Es  war  schon zu  merken, dass  unserem „Metal  God“  die etwas  älteren  Songs gesanglich  besser  zu Gesicht  standen,  teilweise sang  er  etwas verhalten, setzte  seiner  Stimme ganz  bewusst  klangliche Akzente, die  dann auch  noch durch  Technik  und Hall  besonders  in Szene  gesetzt  wurden. Aber, gab  es das  bei ihm  nicht  früher auch  schon...?  So auch   bei  „Turbo Lover“  mit  dem ich  eher  nicht gerechnet  hatte, auch  wenn das  eher  die poppigere  Phase  ist, unser Robbie  wieder mit  neuem  Ledermantel bekleidet,  etwas  lustige Pirouetten  drehte,  so brilliert  Glenn  Tipton doch  auch  hier auf  ein  neues im  Gitarrensolopart. Dann  gab es  noch  einen weiteren  Beweis, dass Rob  Halford immer  noch  DIE Stimme  in  der Metal  Welt  ist und  hoffentlich  auch bleibt. „Victim  Of  Changes“ ebenfalls in  der  bekannten Unleashed In  The East  Session Version, was  will  man mehr ?  Wenn  das Konzert  jetzt  zu Ende  gewesen  wäre, wer mir das auch  egal  gewesen, auch wenn  sich  hier der  erste  von zwei  kleinen  Verspielern an  der  Gitarrenfront eingeschlichen  hatte , bei  solch einem Song  ist  alles verziehen , schließlich  ist das  heute  Abend ja  auch  Live und  gerade  solche Momente  machen  die Sache  ja  erst zum  Erlebnis  für den  süchtigen Sammler  und „Ich  hab  eigentlich schon  alles  Live erlebt“  Fan. Wahrscheinlich  haben die  Herren  Gitarristen Tipton  und  Downing sich  an  ihre Flowerpowerzeiten  in  den 60er  erinnert , als  sie die  Setlist  für diese  Reunion  Tour zusammengestellt haben, anders ist  es  eigentlich nicht  zu  erklären, wie  man  auf die  Idee  kommt dem  Volk  eine Gänsehaut Halb -  Acoustic  Version vom  alten  Joan Baez  Klassiker  „Diamonds And  Rust“  zu präsentieren. Die  Stimme  von Rob  Halford  erklingt mal  wieder  unnachahmlich ! (Diese Version  bitte dringend  auf  die nächste  Single  B – Seite !!!) Eben  noch in alten  Erinnerungen  schwelgend , wird  hier auf einmal  zum  Gesetzesbruch aufgefordert.  „Breaking  The Law“  als  eine der  Priest  Hymnen überhaupt  kam  dann doch  etwas  überraschend und  unvermutet  an dieser  Stelle, sollte  das etwa schon  das Ende  bedeuten ? Mit  „Beyond  The Realms  Of  Death“   gab  es  noch einmal  Herzschmerzfeeling  auch für die ganz  Harten  und mit  „The  Green Manalishi“  wurde  ein weiteres  mal   der geneigte  70er  Jahre Priest  Fan  verwöhnt.

Nach  dem  Halford bei  jedem  zweitem Song  einen  neuen mit  Nieten  besetzten Ledermantel  präsentiert  hatte, gab es  zum  Schluss wie  in  alten Zeiten  passend  zu „Painkiller“  eine  neue Lederjacke  zu  bestaunen, auch diese  blinkte  schön von  Nieten  besetzt im  Scheinwerferlicht. Man  bedankte sich  höflich  und verschwand  erst einmal  von der Bühne. Dem  Jubel  der Fans  nach, wollte  eigentlich ein  jeder  noch eher  ein  paar Stunden  mehr  Priest. Die ließen  sich  auch nicht lange bitten  und  als Rob  Halford  seine Neigung  diesmal  wieder öffentlich  freien  lauf ließ  und  mit bekannter  Ledermütze und  Motorrad auf die  Bühne  rollte , kann natürlich  nur ein  Song folgen  „Hellbent  For Leather“ , der  dann  , oh Wunder,  in  „Living After  Midnight“  in einander  überging.

Rob  Halford  tanzte und  drehte  sich und  forderte  die Menge auf  doch  nun „United“  We  Stand One  And  All zu  singen. Nach  dem die  Kehle  des Schreibers  sich  gerade erst  von  der letzten  Erkältung  erholt hatte , musste  sie  natürlich noch  mal  voller in  Brunst  herhalten und  ,wie  kann es anders  sein, „You’ve  Got  Another Thing Comin’ „  zum  besten geben. Auch  wenn  die Halford  Soloauftritte  von der  Songauswahl  mehr  Überraschungen    geboten haben, ein super  Abend, der mir  als alter  Priest  Fan riesig  Spaß  gebracht hat, aber  was  soll’s , geniale  Songs kann  man  eben ruhig  auch  tausendfach hören, auch  wenn  es immer  die  Gleichen sind.........

Ich  denke  das nach  dem  Übergalaktischen  Sound, der tollen  Stimmung  in der Halle,  jeder  Hetero bereit  ist  seinen Arsch herzugeben  um  solch einen Abend  noch  einmal erleben  zu  dürfen. Ich bin  auf jeden Fall  dabei und  extrem  gespannt auf  das  neue Album, das da  folgen  soll.

Nico K. 

 

 

Setlist Tour 2004            Setlist Painkiller  Tour  1991

The  Hellion / Electric  Eye                                      Hellbent  For Leather
Metal  Gods                                                  Grinder
Heading  Out To  The  Highway                                   The  Hellion / Electric  Eye
The  Ripper                                                   All  Guns  Blazing
Touch  Of Evil                                                The  Sentinel
The  Sentinal                                                 Metal  Gods
Turbo  Lover                                                  Nightcrawler
Victim  Of Changes                                             The  Ripper
Diamonds  And Rust                                            Beyond  The  Realms Of  Death
Breaking  The Law                                             Riding  On The  Wind
Beyond  The Realms Of Death                                      Drum  Solo
The  Green Manalishi                                           Touch  Of Evil
Painkiller                                                     Victim  Of Changes

--------                                                         Painkiller

Hellbent  For Leather                                           Green  Manalishi
Living After  Midnight                                             
United                                                        Breaking  The  Law
You’ve  Got Another  Thing  Comin’                                   Living  After  Midnight
                                                             You’ve  Got Another  Thing  Comin’

 

Setlist  Turbo Tour  1986

Out  In The  Cold
Locked  In (Kultversion !)
Heading  Out To  The  Highway
Metal  Gods
Breaking  The Law
Love  Bites
Some  Heads Are  Gonna  Roll
The  Sentinel
Private  Property
Rock  You All  Around  The World
The  Hellion / Electric  Eye
Turbo
Parental  Guidance
Freewheel  Burning
Victim Of  Changes
The  Green Manalishi
         -------
Living  After  Midnight
You’ve  Got Another  Thing  Comin’
Hell  Bent For  Leather 

 

_____________________________________________________________

Nektar  22. April 2004  Hamburg  Fabrik

Noch ein  Konzert  Highlight in  diesem  Jahr, die Evolution  Tour  der alten  70er  Veteranen Nektar. Nach  der  jahrelangen Abstinenz , gab  es  2002 ja  schon  mal eine  laute  Rückmeldung in  Form  einer Greatest  Hits  Live CD .

Nun endlich  auch  in Deutschland  auf  Reunion Tour,  fanden  sich leider  nur  ca. 200  Endvierziger  in  der  Hamburger Fabrik  ein. Ohne  Vorgruppe lief  die  fast Originalbesetzung  aus den  Anfangstagen (Mit  Derek  Moore gab  es  einen neuen  Bassspieler)  in aller  Ruhe  auf die  Bühne , begab  sich an die  Instrumente  und legte  schon  mal phänomenal  mit  der ersten  15  Minuten Nummer  „Tab  In The  Ocean“  los.

Nach dem  langen  „Desolation Valley“  gab  es auch  gleich  den ersten  Teil  des Übersongs  „Remember The  Future“, Prog-Rock  in aller  feinster 70er  Manier,  glasklarer Sound  und  Roye Albrighton  bewies   das seine  Stimme  und sein  Gitarrenspiel  an diesem  Abend  in Topform  war. Nach  dem mich  die  ersten 40  Minuten so richtig  schön in  Frickelstimmung  versetzt hatten , wurden  mit  den folgenden psychodelic  /  acoustic Nummern „Now“ ,  „Telephone“, „Angel“  und  „Man On  The  Moon“ eine  gewisse  Unterbrechung ins  Konzert  gebracht. Komisch, wenn  man die  Musik  des Abends  als  Gesamtheit sieht  macht  das Sinn, in  dem  Moment fühlte    sich das allerdings  wie ein  brutaler Ausschalter  an. Die  Meute jubelte trotzdem   und  wurde mit  dem  zweiten Teil  von  „Remember The Future“  auch  gekonnt entschädigt. Leider  muß ich  zugeben , ist  mir die  Coverversion  von Iron Maiden  des  Nektar Songs  „King  Of Twilight“  um  einiges geläufiger im Ohr, doch  was  die älteren Herrschaften hier  bei  heute Abend abzogen , ließ  nicht  nur meine Kinnlade  offen stehen. Genial ! Da  Anfang  des Jahres  schon mal die  ersten Alben in  neuer  Remastered Version    auf  die Menschheit  losgelassen  wurde, durfte natürlich  auch  das „Recycled“  Wunderwerk  nicht ausgelassen  werden. Mit  der Ankündigung, dass  dies auch  der erste  Song gewesen  sei, der  überhaupt und  dann auch  noch in  Hamburg  geschrieben wurde, folgte  die  kompletten ersten Lp  Seite und   beendete als   weiterer Höhepunkt  die Show. Das schreit  natürlich  nach mehr  und  so endete  dann auch  ein sehr gutes  2  ½ Stunden  Konzert  mit „Fidgety  Queen“  und „Good  Day“. Warum bei  der Stimmung , die  in  der Halle  beim  Publikum ausgelöst wurde,  allerdings  „That’ Life“ und „Show  Me  The Way“  von  der Setlist  nicht  den Weg  in  die willigen Gehörgänge  der  Leute fand , bleibt leider  als  große Frage  offen. Vielleicht gibt  es  ja tatsächlich  noch ein  nächstes Mal. Ich  bin  dabei !

Nico K.                

________________________________________________________________

 

Subway To Sally/Waltari Halle 400 in Kiel

Zuerst einmal möchte ich meinen Frust über diese unfähigen Veranstalter bzw. die Security loswerden. Das Konzert sollte lt. Karte um 20.00 beginnen. Wieso schaffen diese Leute es nicht, die angereiste Fanschar bis zum Beginn des Konzertes in die Halle zu lassen!!!! Man weiß doch an Hand der verkauften Tickets wie voll die Halle sein wird. Es war mit großer Wahrscheinlichkeit ausverkauft!!! Dementsprechend früh kann man dann mit dem Einlass beginnen. Das kann doch  soooooo schwer nicht sein.....

Dies ist ja leider kein Einzelfall!!! Die zuständigen Leute sollten sich fragen wer Sie eigentlich bezahlt!!!! Und bei den heutigen Eintrittspreisen kann man wohl verlangen alles für sein Geld geboten zu bekommen!!!!!!!!!!!!!

Zu Beginn von Waltari, um 19.55 Uhr!!!!, standen noch unzählige Fans vor der Halle und warteten auf Einlass. So auch der Verfasser dieser Zeilen. Dank der „guten“ Organisation durfte ich dann um 20.10 „rechtzeitig“ die Halle betreten.

Waltari spielten bis ca. 20.40 ihre lustige Mischung aus Techno/Pop/Crossover-Metal. Die Stimmung war Super. Man sah sogar ´ne ganze Menge Leute pogen und headbangen. Der Sound war noch nicht sooo toll aber das tat der Spiellaune der Finnen keinen Abbruch. Besonders Sänger Kärtsy Hatakka tat sich wieder einmal besonders durch sein Aussehen (rote, koboldhafte Frisur) und gebaren hervor. Seine witzigen Ansagen sowie seine positive Ausstrahlung sind hauptsächlich der Garant für den Spaßfaktor der Band. Mitte der 90er gehörten Waltari deshalb nicht ohne Grund zur Speerspitze der Crossover-Bewegung. Das sie eine hervorragende Live-Band sind haben sie auch an diesem Abend wieder bewiesen. Obwohl so manch einer, des vorwiegend jüngeren Publikums, auf Grund der unkonventionellen, das  Genre überschreitende Musik von Waltari, doch etwas „überfordert“ war. Die Songauswahl bestand hauptsächlich aus ihrem aktuellen Album „Rare Species“. Zum Abschluss gab’s dann aber noch den Song „Atmosfear“, der zu Ihren bekanntesten zählt. Drei Jahre lagen zwischen dem letzten (2001) und dem aktuellen Album. So manch einer dachte bestimmt, dass Waltari nicht mehr existieren! Mit „Rare Species“ und der momentanen Tour haben sich Waltari eindrucksvoll zurück gemeldet. Hoffentlich kommen die Jungs bald wieder!!

Nach einer kurzen, etwa 25 minütigen, Umbaupause erschallt gegen ca. 21.05 das Intro von Subway To Sally. Während  Suchscheinwerfer die Halle in ein blaues Lichtermeer verwandeln, betritt die Band unter lautem Jubel die Bühne. Subway beginnen das Set mit dem Song „Geist des Kriegers“ aus dem aktuellen Album „Engelskrieger“. Zu Beginn des Songs steigen mehrere riesige Flammensäulen auf, lassen die Bühne kurzeitig wie ein einziges Flammenmeer erscheinen und das Publikum eine gewaltige Hitzwelle spüren. Weiter ging’s dann mit „Knochenschiff“. Der Sound ist gut. Alle Instrumente sind gut zu erkennen und es ist nicht zu laut. Besonders Schlagzeuger David Pätsch treibt die Band mit seinem tighten Spiel exzellent voran. Dann kommt als erste Verschnaufpause das wunderbare „Rose im Wasser“.

Erste „Höhepunkte“ des Abends sind die beiden aufeinander folgenden Songs „Die Schlacht“ und „Veitstanz“. Bei letzterem verwandelt die Halle sich in ein „Tollhaus“. Es wird gehüpft, gejohlt, lauthals mitgesungen, im Reigen getanzt, das einem Angst und Bange werden kann!! Unglaublich!! Das befand auch Simon, Gitarrist, mit seinem Statement: “Von wegen kühler Norden“, welches er nach besagtem Song an das Publikum richtete. Ein Wunder das die Halle nicht zusammenbrach!

Die Band legt während des gesamten Konzertes eine unglaubliche Spielfreude an den Tag. Ob nun Frau Schmitt, mit ihren wunderschönen Violineinlagen, der charismatische Sänger Eric Fish, dem das Publikum von Beginn an aus der „Hand“ frisst, bis hin zu den anderen, nicht minder wichtigen, Bandmitgliedern. Alle sieben Bandmitglieder, bis auf Frau Schmitt, beherrschen mehre Instrumente (Dudelsack, Drehleier, Schalmei, Mandoline) und setzen diese im Laufe des Abends auch gekonnt ein. Man merkt Ihnen den Spaß am „musizieren“ an. Das Publikum ist vom ersten Ton an voll dabei, ist sehr textsicher und lässt den Funken auf die Band überspringen. Subway to Sally waren früher dafür bekannt hauptsächliche mittelalterliche Themen in ihren Texten zu verwenden. Dies hat sich mit dem aktuellen Longplayer „Engelskrieger“ radikalt verändert. Sowohl Sound als auch die Thematik sind aktueller bzw. moderner geworden. Das Setlist spiegelt dann auch die Gratwanderung zwischen alten und neuen Songs wieder. Wobei die Songs aus dem aktuellen Album und dessen Vorgänger „Herzblut“ (jeweils 5!) überwiegen.

Dennoch werden natürlich auch die „alten“ Klassiker wie „Herbstzeit“, “Traum vom Tod“, „Ohne Liebe“, etc. berücksichtigt. Beim Song „Herrin des Feuers“, wird auf der Bühne ein Lagerfeuer in Form  von rot angestrahlten, riesigen aufblasbaren Luftschlangen, dargestellt. Die Atmosphäre der einzelnen Songs wird somit auch visuell wunderbar umgesetzt. Bei „Herbstzeit“ kommen die beiden Gitarristen mit riesigen Flammenwerfern auf die Bühne und verwandeln die Halle in einen einzigen Glutofen. Subway ziehen im Laufe des Konzertes gekonnt alle Register und beweisen ein ums andere Mal, dass sie wissen was das Publikum von Ihnen verlangt.

Nach 85 Min ist der Spuk erst einmal vorbei Das Publikum skandiert nun lautstark  die berühmten Zeilen aus „Julia und die Räuber“: Blut, Blut..Räuber saufen Blut; bis die Band zur Zugabe wieder erscheint.

Es  folgen 3 Zugabeblocks!! mit ca. 35 Min Spielzeit. Unter den Zugaben befinden sich u.a. die uralten Songs „Grabrede“, „Arche“ sowie natürlich der Klassiker schlechthin „Julia und die Räuber“. Ein jeder der Subway to Sally schon einmal live erleben durfte, wird wissen was sich bei diesem Song im Publikum abspielt....

Nach ca. 2 Stunden, in dem Subway wirklich alles gaben, war dann leider Schluß. Sowohl Band als auch das Publikum verließen den Ort schweißgebadet und sichtlich zufrieden. Auf der Homepage der Band (Subwaytosally.de) ist von Eric ein Eintrag im Tourtagebuch über dieses Konzert zu finden!!! Ein gelungener Abend mit zwei fantastischen Bands, einem begeistertem Publikum ging zu Ende. Subway To Sally dürfen bzw. müssen beim nächsten Mal wieder in Kiel halt machen.

Setlist

Intro
Geist des Kriegers
Knochenschiff
Rose im Wasser
Kruzifix
Traum vom Tod
2000 Meilen unter dem Meer
Die Schlacht
Veitstanz
Kleid aus Rosen (akustik)
Haughs of Cromdale
Herbstzeit
Sabbat
Mephisto
Kleine Schwester
Herrin des Feuers
Unsterblich
Ohne Liebe
Falscher Heiland
1. Zugabe
Horo
Wenn Engel hassen
Henkersbraut
2. Zugabe
Grabrede
Räuber
3.Zugabe
Abendland
Arche

 

_______________________________________________________________________________________

 

Glenn  Hughes  & Joe  Lynn  Turner

Am  4.4.2004  Hamburg -Fabrik

Line Up:

Glenn Hughes - Bass, Gesang
Joe Lynn Turner - Gesang
Thomas Broman - Schlagzeug
JJ Marsh - Gitarre
Kjell Haraldsson -  Keyboard

 

Früher  war doch  alles  besser, natürlich  auch die  Musik! Aus  diesem Grunde  mussten  sich zwei  Musikfreaks  auf den Weg ins ferne Hamburg machen, um dort  in  einer der ungünstigsten  Hallen  Deutschlands, die  alten  Helden Glenn Hughes  und  Joe Lynn Turner  zu  erleben. Ungünstig  deshalb, weil die  Bühne  viel zu  niedrig  ist und einem  zusätzlich  auch noch ganz  tolle  Pfeiler die  Sicht versperren  können. Egal, da  eh nicht  so  der große  Andrang von  uns erwartet  wurde, kann  man ja  auch  Glück haben  und locker  irgendwo vorne  stehen.

An  der Halle angekommen,  überraschte erst einmal ein Schild  mit der  Ankündigung, dass  das Konzert  auf  jeden Fall  pünktlich um  21,00 h  beginne  und genauso schnell  das  Ende um  22,30 h androhte. Na ja,  wir werden  sehen. Als  dann so  ca.  21,05 h die ehemaligen  Deep  Purple Musiker  die  Bühne betraten  und  ohne großartiges  Gehabe  mit "Hold  On"  von ihrem  neusten Album  HTP2 und  "You  Can't Stop Rock 'n Roll"  vom Vorgänger begannen, gab  es  natürlich kein  Halten mehr  bei dem  Mitdreißiger Publikum  da  wurde dann  schon  mal der  Kopf  im Rhythmus Genickt. Leider  hörte wohl  ein jeder  doch  recht schnell,  das  die Stimme von  Mr.Turner  an diesem Abend  doch  deutlich versagte. Kein  Ton  saß und er hörte  sich  doch eher  heiser, krächzig  und vor allem auch,  um  einiges leiser als Glenn an. Sehr  schade, aber  nach  bereits 27  absolvierten  Auftritten dieser Tour,  sei  ihm die Schwäche  hier  mal verziehen. Der  Meister selbst  oder  anders gesagt,  die  selbsternannte  "Voice Of  Rock" Glenn  Hughes hingegen, wurde  von  Minute zu Minute  immer besser. Bestens  gelaunt  wurde in  wilder 70er-Manier  gepost was  das  Zeug hielt. Der  absolut-stimmliche  Höhepunkt allerdings  wurde  wieder einmal mit  dem  alten Deep  Purple  Klassiker "Mistreated" dargeboten. Nicht  nur  während des  Songs  wurde die Tonleiter  perfekt  rauf und runter  gesungen, sondern  das Liedende  musste  doch immer wieder hinausgezogen werden, in dem  Mr. Hughes  mit seiner  rechten  Hand immer  wieder vorgab,  wie  hoch oder  tief  die folgenden Töne  aus seinem  Mund kommen  sollten  und erstaunlicher  weise  auch kamen.

Nach  dem  der Rainbow  Hit  "I Surrender"  der begeisterten  200er Scharr in  sehr lautem,  aber  klarem und  druckvollem  Sound um die Ohren geblasen  wurde,  meinte Glenn  Hughes,   jetzt wäre  die "Tommy Bolin Time": Genial, den Beiden  zugereisten  Musikfreaks sprang  natürlich  sofort das Gitarrengniedelherz auf.  JJ March, der  sonst  in Glenn Hughes  eigener Band  zu Hause  ist und mit einem Tommy  Bolin Shirt  bekleidet war, ließ  die  Fender   entsprechend  perfekt, wie übrigens  den  ganzen Abend über auch,  sprechen. "Gettin'  Tighter" vom  Deep  Purple Album Come Taste The  Band  gab  es heute  Abend  in einer  besonders  schnellen Version. Klasse  mehr davon!!  Leider  wurde die  Zeitmaschine noch weiter zurückgedreht, wogegen  eigentlich ja auch  nichts spricht, doch  wer braucht  heutzutage noch  ein Drumsolo?  Und  dann auch noch als  Unterbrechung  bei solch einem  Stück  wie Gettin'  Tighter?! Egal, "Death  Alley  Driver" von  Rainbow, ebenfalls  recht  schnell gespielt,  entschädigte uns  doch ziemlich  gut  für das überflüssige Drum-Solo. Auf einmal  war  der Spuck  auch  schon vorbei, die  letzten  beiden Zugaben "Spotlight  Kid" und  "Burn"  (Rainbow/ Deep Purple)  hallten noch nach  und weg  waren sie die Helden, aber  nicht ohne zu versprechen, doch  im  nächsten Jahr wieder  kommen zu  wollen.

Na, wenn das  nichts ist. Leider  musste ich noch  erfahren, dass  auf Grund  der stimmlichen Probleme  von  J.L.T., 3 (in Worten  drei!!!)  Songs von der  Setlist  gestrichen worden  sind. Verdammt  was soll  das?  Hätte doch uns Glenn singen  können....... Da  muss doch  wieder  etwas gut  gemacht  werden, seien wir  gespannt und  vielleicht gibt  es im  nächsten  Jahr auch  wieder  einen Song  aus der  Glenn Hughes- Black  Sabbath Phase zu hören. oder  Glenn  kommt beim  nächsten  Mal gleich  mit  Tony Martin (ehemaliger  Black Sabbath  Sänger)  in Begleitung  auf  Tour........ 

 

Setlist:

Hold On
Can´t Stop Rock´n Roll
Losing My Head
Alone I Breathe
Mistreated
I Surrender
Getting Tighter
Death Alley Driver
Stormbringer
Spotlight Kid
Burn
Devil`s Road
Von der Setlist leider gestrichen
Street Of Dreams
You Keep On Movin
Ride The Storm

 

 

__________________________________________________________________________________________

 

Mittowch 11.02.2004    THE DARKNESS

12.00: Mittagspause;Schnell'n Sixpack für die Autofahrt besorgt.

18.30: Feierabend;Auf zum Treffpunkt (Vorfreude groß)

18.40: Abfahrt;5 Leute (Dennis,irgendein Engländer,Guido,Helmut und ich)machen sich erwartungsvoll auf den Weg nach Hamburg.Während der Fahrt wird dat Sixpack vernichtet.

19.45: Ankunft HH;Abmarsch zur Freiheit.

19.55: Frierend vor der Halle auf Einlass wartend.Noch nicht sooooooo viel vor der Halle los!!!

20.05: Einlaß!!!!!!!!!!!!!(HURRRRRRRRRRRRRAAAAAAAA!!!!!!!!)

Nach dem üblichen Prozedere begeben wir uns sofort zum Konsum- bzw. Merchandise-Stand.T-Shirts (23,-- Euronen!!!!!!!!!!!) und andere Artikel werden begutachtet und in Gedanke rechne ich schon mal durch wie es mit meinen Finanzen steht.Ein Blick in's Portomonnaie verschafft mir Sicherheit.Will sagen, wenn dat Konzert gut wird, MUSS!!! ein T-Shirt her......... Danach schnell einen guten Platz direkt vorm Mischpult gesichert und noch'n Bierchen organisiert.Während der Wartezeit auf die ebenso englische Vorgruppe "The Wildhearts" dröhnen ausschließlich Thin Lizzy Songs aus der PA.Klasse denken wir, endlich mal gute und passende Musik als Einstimmung auf den Top-Act.Perfektes Retrofeeling macht sich unter uns breit und die eine oder andere Konzertanekdote aus den guten,alten Zeiten macht die Runde.

Währenddessen füllt sich die Halle langsam aber sicher.Dat Konzert ist total ausverkauft und wurde auf Grund der starken Kartennachfrage vom Grünspan inne Freiheit verlegt!!(Ein Glück, denn dat Grünspan wäre aus allen Nähten geplatzt!!!).

Dat Publikum ist ziemlich gemischt.Jung-Metaller (mit nagelneuem,frisch aussem Druck kommenden "Too Fast For Love"T-Shirt!! und ähnlichen Motiven) treffen auf Alt-Metaller, zu denen wir ja leider auch schon zählen.Ein paar "Normalos" sind auch darunter.....

ca. 21.00: The Wildhearts entern die Bühne um ein ca. 40 minütiges Set zu bestreiten.Die Band wurde 1989 in England gegründet und hatte sich 1997 zwischenzeitlich aufgelöst um sich dann im Jahre 2001 wieder zun reformieren.Ein neues Album "Riff After Riff" ist seit 09.03.04 auffem Markt!!Ob auch in D muss ich noch checken.Hier in Deutschland ist diese Band weitgehenst unbekannt, da ältere Alben hier bei uns auch nicht mehr erhältlich sind.

Der Auftritt ist durchwachsen, was man auch an der verhaltenen Reaktion des Publikums merkt.Das Set zeichnet sich durch eher soliden, teilweise etwas langweiligen Hardrock aus.Der Sound ist okay.Am besten gefällt mir persönlich der letzte Song. Dieser Song sticht besonders durch seinen Stil, der eher in Richtung Metal ala Pantera geht, aus dem eher traditionellen,biederen Hardrockstil des gesamten Sets heraus.Da ich die Band vorher nicht kannte, kann ich auch nichts zum Setlist dieses Abends sagen.

Nachdem Auftritt der Wildhearts werden wieder schöne,alte Klassiker von Thin Lizzy über die PA gejagt (Wunderbar!!!).Dat verkürzt die Wartezeit ungemein....

ca. 22.10: Dat Hallenlicht geht aus und hinter dem weissem Bühnenvorhang sind die Schatten der einzelnen Musiker zu erkennen.Unter lautem Jubel fällt der Vorhang und die Band startet das Konzert mit einer Instrumentalversion vom ABBA!!!!!!-Song "Arrival".Sehr mutig, tut der Stimmung aber keinen Abbruch.

Was nun folgt, ist eine wunderbare Zeitreise in die "guten,glorreichen, alten Tage" des Hardrocks der siebziger/Frühachtziger .Man(n) fühlt sich bzw. wir fühlen uns alle wieder wie blutjunge 16 Lenze,die Matte ist wieder lang und wir haben einfach wahnsinnig Spaß mit The Darkness!!!!!!!!

Der Gitarrist Dan (Bruder des Sängers Justin) trägt tatsächlich ein kultiges Thin Lizzy Shirt und erinnert durch sein "Stageacting" während des gesamten Konzertes doch sehr an Malcolm Young..... Justin trägt,  wie im Video von "I Believe In A Thing...",ein Shirt/Hemd wat vorne sehr tief ausgeschnitten ist und doch sehr an Queen bzw. Freddie Mercury erinnert.Dazu die passende Poserhose.Glamlook halt. Passt aber hervorragend zur Musik.....

Die Stimme von Justin kommt live genauso rüber wie auf der CD.Bei den ersten drei Songs ist die Stimme etwas zu leise abgemischt, danach aber glasklar zu hören.Die Songs des Sets bestehen hauptsächlich (Watt'n Wunder!!) aus dem aktuellen Album "Permission To Land" sowie aus den nur auf der Single "I Believe In A...." erhätlichen Songs "Makin Out" und "Physical Sex".

Die Band glänzt während des gesamten Sets durch Spielfreude.Man merkt The Darkness an, daß sie sich in Hamburg bzw. auf der Bühne wohl fühlen.Alle Musiker scheinen sichtlich begeistert von der Resonanz des Hamburger Publikums und spielen sich in einen richtigen Rausch.

Vereinzelte, kurze Ansagen unterbrechen nur unwesentlich dieses wunderbare Konzerterlebnis.Lustig ist die Ansage zu "Get Your Hands Off My Woman", in der Justin mehrmals das völlig jugendfreie Wort "Cuntfucker" belustigt ins Mikro schreit. Was dann auch jedesmal prompt und lautstark vom Publikum begeistert wiederholt wird............(Remember Twisted Sister???!!!). Der Song ihrer aktuellen Singel "I Believe In A...." beschließt dann auch das reguläre Set.........Bei diesem Song trägt Justin dann auch eine Glamhose mit riesigen,glitzernden Stern auffem Schritt und einem Schwanz hinten dran (Echt wahr!!!)Sieht echt belustigend aus........;-) Die Spielzeit beträgt gerade mal ca. 55 min.!!!!!!!!

Nach kurzer Wartezeit und lautstarken Zugaberufen, entert die Band nochmals die Bühne um 2 weitere Songs in's Publikum abzufeuern:"Giving Up" (hervorragender Rocker, vom feinsten) und "Love On The Rocks With No Ice".Danach ist dann leider endgültig Schluß (Schade, an so eine feine Zeitreise kann man sich gewöhnen).

Einziges Manko ist die doch leider ziemlich kurze Gesamtspielzeit von 65 Min.Die ein oder andere Coverversion (macht doch heute sonst jede Band) sowie der fehlende Albumtrack "Holding My Own" hätten das ganze doch etwas mehr abgerundet!!!!!!!!!!!!!

Egal.Trotzdem hat man beim Verlassen der Halle nur zufriedene Gesichter,einschliesslich unserer, sehen können.Tja, wie vorhin schon angekündigt, kam nun der obligatorische Gang zum Konsumstand um sich ein Tourshirt unter den Nagel zu reissen(Wat mut dat mut).

Während der Heimfahrt nach Kiel haben wir uns alle noch köstlich über dieses Retro-Konzert amüsiert. Mir jedenfalls hat es sehr gefallen und ich hoffe die Band ist keine sogenannte "Eintagsfliege".

Hoffen wir das Beste für uns,den Rock'n'Roll, und die Band.

"It's Only Rock'n'Roll but I/We Like It".........

Alechz

SETLIST:

Bareback (Single Track "Growing On Me",UK Version/Non Album Track)
Black Shuck
Growing On Me
Best Of Me(Single Track "Get Your Hands Off My Woman",UK Version/Non Album Track)
Makin' Out (Single Track "I Believe In A Thing Called Love"/Non Album Track)
Love Is Only A Feeling
Physical Sex (Single Track "I Believe In A Thing Called Love"/Non Album Track)
Get Your Hands Off My Woman
Stuck In A Rut
Friday Night
I Believe In A Thing Called Love
Zugabe:
Giving Up
Love On The Rocks With No Ice

 

 

_______________________________________________________________________________________

 

Ein (Konzert) Tag im Leben des Alex    ARCH ENEMY HAMBURG

Eigentlich fing der Tag gestern schon beschissen an.Um 12.00 kam der Kollege mit dem ich zu Arch Enemy fahren wollte in den Laden, um mir mitzuteilen er könne doch nicht fahren:-(.Nun begann Klein Alex etwas hektisch zu werden und diverse Flüche aussstoßend  ging ich dann in die Pause, schnappte mir mein Handy und fing an (hoffend und bibbernd) mein Telefonbuch zu greifen um diverse in Frage kommende,Autobesitztende Kandidaten anzurufen..... Mein erster Anruf galt Herrn Schmahl, der etwas schwächelte und mir mitteilte er hätte noch an den "Nachwehen" vom Jet -Konzert zu leiden.....(scheiße dachte ich, dat wird wohl noch etwas schwierig jemanden zu finden...). Im Laufe des Gespräches kam mir der Gedanke meinen Straßennachbarn Peer anzurufen....Schmahlimann meinte auch, dat wär wat für ihn...Gesagt, getan.Peer angerufen und der sagt tatsächlich zu....(Tirili welch Glückes Geschick dachte ich mir so) Also wie abgemacht schnell nach Hause (JA!ZU MIR!!!!!!!!!!) kurz Twisted Sister Shirt angezogen und sich nochmal sooooo richtig ausgeschissen.... Da klingelt dat auch schon......

Also rin innet Auto und los gings....Schön Falkenbach gehört (goiler Pagan Metal aus Norwegen.Muss alle Scheiben haben)....Sind wirklich gut die Jungs.Also, Alex sich gemütlich im Auto seine Brote reingezimmert und ordentlich mit Peer über goile Musik gelabert.......(fachgespräche halt...). Während der Fahrt, so ca. 30 Km vor Hamburg, plötzliche Ratlosigkeit wegen des plötzlichen Aufleutens der Batterieanzeige und der Bremse!!!!!!!!!!!.............Die fröhliche Stimmung war sofort einer bangen Frage gewichen:Wat is mit dem Auto los......Kommen wir rechtzeitig bzw. überhaupt in HH an??????????Es war 20.18 Uhr.Nachdem wir die Musik ausgemacht hatten und auf wirklich jedes Geräusch des Wagens geachtet hatten und wir nüx ungewöhnliches festgestellt haben fuhren wir etwas beruhigter weiter...'Trotz der permanent leuchtenden Anzeigen........ Peer überlegte noch an der nächsten großen Tanke auffer Autobahn zu halten, unterließ es aber auf Grund des Zeitdruckes.... Kurz und gut wir fahren in Stellingen ab und plötzlich wird dat Licht des Amaturenbrettes sowie die Autoscheinwerfer immer schwächer..........Bangen macht sich in uns breit........Rauf auffe Tankstelle.Wagen aus.Fragend blickten wir uns an....Peer: Wat iss'n los mit dem Auto??Ick verstehe garnüx mehr....Mal sehen ob der Wagen wieder anspringt??Zundüng an......Nüx passiert außer das berühmte Geräusch eines nicht anspringen wollendes Auto..........(Mordgedanken jagen durch mein Hirn...Ich töte das Auto!!!!!!!!!!!Peer völlig hilflos:Ich ruf ma den ADAC an..........(Uhrzeit: 20.38)Dat Konzert verschwand in weite Ferne und wir stellten uns eher die Frage: Kommen wir heute noch wieder heil nach Kiel???

Peer raus aussem Auto und rin inne Tankstelle........Mir schießen tausend Gedanken durch den Kopf: Wat für'n Pech klebt mir den heute an den Hacken!Erst springt mir der erste Fahrer ab und jetzt noch diese Scheiße...........

Peer zurück ausse Tankstelle mit der Auskunft dat gleich der ADAC vorbei kommt..........Peer probiert nochmal die Zündung!!!!!!!!Wunder,der Wagen springt anstandslos an.........Unsere Gesichter müssen dermaßen blöde ob dieser Tatsache ausser Wäsche geguckt haben......Frage:Warten auf'n ADAC oder wegen des Zeitdrucks los zum Konzert???Wieso springt die Scheißkarre jetzt anstandslos an.........

Fragen über Fragen die nur der liebe Gott beantworten kann........Nach kurzer Beratung einigen wir uns darauf auf den ADAC zu warten und ab zu McDo neben der Tankstelle zu gehen .Frustsauften im Form von einer Cola........(BÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄH) 10 Min später kommt ein Taxi und will uns Starthilfe leisten(Wurde vom ADAC geschickt!)Tolle Hilfe!!!!!!!!Wir wussten ja dass der Wagen anspringen wird....Also gute Miene zum bösen Spiel gemacht und uns die völlig überflüssige Starthilfe vom ahnungslosen Taxifahrer geben lassen............... 21.oo (Scheiße war mein erster Gedanke!!!!!!)Stampin Ground (goile Speed-Metal Band a la Slayer) spielen bestimmt schon.............(AAAAAAAAAAAAAAAArrrrrrrrrrrrrrrrrrrgggggggggggggghhhhhh) Dat war der Hauptgrund warum ich dahin wollte..........Hüüüüüüüüüüülfee ich hasse diesen Tag!!!! Wagen springt logischerweise an..........Peer gibt Gas.........kurz vor dem Logo fängt dat gleiche Spiel mit dem Wagen wieder an KACKE!!!Auf letzten Meter beim Logo 'n Parkplatz gefunden und zum Logo gespurtet. Uhrzeit:21.10!!!!!

Vorm Logo ein Plakat gesehen wo noch'ne Vorband angekündigt wird: Zyklon(übelster Norwegen-Metal und eintönig noch dazu.......doch dazu später)Juchuu dachte ich, dann sehe Stampin Ground ja doch noch........Ein zweiter Blick auf das Plakat trifft mich wie ein Hammer:Beginn 20.30!!!!!!!!und die Reihenfolge der Bands:Stampin Ground,Zyklon,Arch Enemy................... Rein innet Logo mit der Hoffnung, daß dat nich wahr iss.........Anne Kasse frage ich: wer hat schon gespielt??Eine Band, die prompte Antwort...Etwas lauter von mir: WELCHE BAND????Schulterzucken ist die Reaktion.......... Also den erstbesten Headbanger im Laden gefragt und dann die niederschmetternde Antwort:Stampin Ground haben schon gespielt................(/&§/&/)(=)(/&WUTAUSBRUCH DER NICHT WIEDERGEGEBEN WERDEN KANN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!)

Dat Leben iss sooooooooooo ungerecht..................

Also, Bierchen geholt....Leute angeguckt..........Zyklon entern die Bühne des gut besuchten Logo's.Nach ca. 15 Min macht sich Langeweile bei mir und Peer breit....Peer probiert seine neue Digitalkamera aus...Kriegt aba kein vernünftiges Bild hin.............nach 'ner halben Stunde gehen wir gemeinsam vor's Logo, da uns die Musik von Zyklon zu anspruchsvoll und progressiv war;-)....Arschkalt aba immer noch besser als die Musik von Zyklon......... Nachdem Zyklon fertich sind wieda rein innet Logo.Spannung macht sich unter dem Publikum breit...Wird Angela live genauso "singen" wie auffe letzten Platte????20 Min Umbaupause.............Und dann kommt dat Intro........... Der Mob tobt und jubelt und plötzlich entert dat blonde Gift mitsamt Band die Bühne um dem freudig erregtem Publikum gleich zwei Hammerharte Songs um die Ohren zu prügeln.........(Fetter Sound und wahnsinnig tight eingespielte Band!!!!).........Meine Hochachtung!!!!!!Der Gesang ist nich so mein Ding.........Und sie "singt" tatsächlich sooooo heftig wie auffe Platte (unglaubliches organ hat die Lady).Da wir ja nun später gekommen sind, hatten wir natürlich auch nich gerade die besten Sichtplätze.........(Nico weiß wovon ich spreche......)Dann die erste Ansage der Frontsau...........Die Band ist krank (erkältet)....Sie hat eine Mandelentzündung(kein Wunder bei dem "Gesang" hätte ich die auch....) und sie hätte "Bluthusten"(na, Prost Mahlzeit dacht ich nur so für mich!!!Dat wird'n kurzes Konzert war mein 2. Gedanke)Passt ja zum ganzen Tag.............

 

So, weiter genial geschreddert,gerockt,gespeedet,getrashed.........Wie gesagt, die Rythmussektion ist hervorragen eingspielt....Der Gitarrist beherrscht die gesamte Palette von gefühlvollen bis ultraheftigen Slayersoli...........Der Sound ist 'ne glatte 1 und über Angelas Gesang kann man sich streiten..........

Nach ca. 30 Min. die Ansage von Angela ihr Stimmer verabschiedet sich immer mehr...........(Wo iss'n die die gesamt Zeit gewesen......Kein Wunder bei dem Growling...........) und nach ca. 44 Min verabschiedet sich die Band!!!!!!!!!!!!!!Publikum war während der Songs eine einzige moshende Masse..  und jubelt und schreit jetzt die Band zurück auffe Bühne.............2 Songs als Zugabe und der Spuk ist vorbei..........Gesamtspielzeit: ca. 55 Min!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!Trotzdem und gerade wegen der Umstände war dat ein gutes aber leider viel zu kurzes Konzert..................

Raus aussem Logo und Peer sagt:mal sehen wie das Experiment mit dem Wagen endet..............Rein in den Wagen und banges hoffen begleitet das herumdrehen des Schlüssel inner Zündung........Der Wagen springt anstandslos an...............HUUUUUUUUUUUUUUURRRRRRRRRRRRRAAAAAAAAAAAAAA!!!!!!!!!!!!!!! Er fährt..................Und jetzt kommt das ABER: nach ca. 500 Metern (dat Bremslicht und die Batterienanzeige leuchten immer noch.........) wird die Amaturenbeleuchtung sowie die Scheinwerfer immer schwächer (SCHEISSSSSSSSSSSE!!!Zu früh gefreut....................)Peer und ich gucken uns an:Auf zur nächsten Tankstelle und wieder den ADAC angerufen.....(Stell mir vor wie ich mit Peer mit 'nem Zug nach Hause fahre bzw. die Nacht innem Motel verbringen muss)Peer ist auch super angefressen,da er als selbständiger "AIRBRUSHER" den Wagen dringend benötigt!!!!Peer geht zum Schalter und fragt ob er mal drinnen telefonieren könnte, da sein Handy nur noch  80 Cent Guthaben aufweist..........Der Verkäufer hinterm Schalter weigert sich Peer reinzulassen,..........Peer begibt sich zu einem Restaurant inner Nähe um von dort anzurufen........Ich sitze leicht fröstelnd im Auto und harre der Dinge die da kommen werden (Verschieden alptraumhafte Szenarien rasen angsteinflößend durch mein ermüdetes Hirn...........).

Nachdem Peer zurück ist und mir mitteilt das innerhalb der nächsten 60 Min. ein Wagen vom ADAC erscheint begeben wir uns auffe Suche nach 'nem Freßlokal(Uhrzeit:23.30)!!!!!!!!!Nach ca. 10 min. Suche finden wir den obligatorischen Dönerladen..........Döner bestellt und gierig in uns reingestopft......Danach begeben wir uns einigermaßen gesättigt wieder zum Auto.............Peer hat ein ungutes Gefühl wegen des Straßennamens den er angegeben hat (laut Dame aussem Restaurant), da er nicht dem entspricht der uns anner Ecke angezeigt wird.....(auch dat noch...Nich mal die Hamburger wissen wo sie arbeiten...Blöde Sau......Schlampe.............)Also, nochmal beim ADAC angerufen (Nachdem Peer sein Handy aufgeladen hat) und die richtige Adresse unseres Standortes angegeben..............

Ab innet Auto und frierend auffet ADAC Auto wartend.............Uhrzeit:ca. 00.15...Der ADAC Wagen kommt (kriege vor Freude ob der zu erwartenden Hilfe 'ne Erektion!!!!!!)Vielleicht kommen wir ja doch noch mit dem Wagen Heute noch´nach Hause.............Nachdem die Motorhaube geöffnet wurde, stellt der ADAC Mann nach ca. 2 Sekunden  völlig trocken fest, das uns auf der Hinfahrt der Keilriemen flöten gegangen ist. Peer völlig entgeistert: Dat sieht der auffen ersten Blick der gute Mann.........Ich brech in hysterisches Lachen aus........DER KEILRIEMEN IS ABGERISSEN??????????????????Ick glaub ick spinne....

Der liebe,gute,hilfsbereite ADAC MANN braucht ca. 1,5 Stunden um uns provisorisch zur Heimfahrt zu verhelfen........Der gute Mann hat natürlich NICHT den entstprechenden, passenden,dringend von uns  benötigten Keilriemen in seiner fahrende Werkstatt dabei.........GRMPF...........

Er fummelt und schraubt  und macht und tut und gibt wirklich alles, begleitet von fachmännischen Kauderwelch(Ick verstehe kein Wort von dem Zeuch, wat er sacht......) und schafft es tatsächlich den Wagen reisefertig zu machen...Wir bedanken uns euphorisch bei diesem wahren "Meister" seine Faches und machen uns um ca.  01.25 auf unser wohlverdiente Heimfahrt..............

 

Auffer Rückfahrt ist überraschender Weisen nüx passiert........(ich kann's immer noch nich glauben, das ich gester Nacht noch mein Bett berühren und spüren durfte........)Danke ADAC!!!!!!GUT das es dich gibt und vor allen Dingen gut das ich und Peer ADAC-Plus Mitglieder sind.........

Gute Nacht ihr gücklichen, zu Hause gebliebenen Weicheier

META IS BEST und ich bereue keine einzige Sekunde diese Abenteurs!!!!!!!!!!

CU IN FUCKIN' HELL

Alex                

[Home] [THE SHOWS] [CONTACT] [CREW PICS] [FAVES] [LINKS] [LIVE REVIEWS] [SWEDEN ROCK 2003] [SWEDEN ROCK 2004] [SWEDENROCK 2005]