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Randy Hansen 29. Okt. 2005 Hamburg Downtown Bluesclub
Jeder Gitarrist, der mit der Sparte Rock etwas zu tun hat, hat sicherlich seinen eigenen Helden, sein Vorbild oder vielleicht sogar Idol. In den meisten Fällen wird da immer ein Name genannt : Jimi Hendrix ! Ein Typ, der bis zu seinem Tod vor 35 Jahren, es geschafft hatte, mit nur 4 veröffentlichen Alben sich einen exzellenten Ruf als Musiker zu erarbeiten. Sicherlich lag dies auch an seinen grandiosen Liveauftritten, von denen es inzwischen eine unüberschaubare Menge an offiziellen und inoffiziellen Veröffentlichungen gibt. Zahllose Coverversionen und Eigeninterpretationen an der Livefront gibt es Jahr für Jahr von heutigen Gitarrenhexern zu hören.
Für viele stellen sich immer wieder die Fragen, was wäre aus Jimi Hendrix geworden, was würde er heute für Musik machen ? Hätte er heute überhaupt Legendenstatus oder hätten ihn die Yngwies, Satrianis und Vais einfach überrollt ? Der ebenfalls aus Seattle stammende Randy Hansen hat sich die Lebensaufgabe gestellt Jimi Hendrix nicht nur nachzuspielen, sondern den Mann auch zu leben. Seit mehr als 15 Jahren tourt er durch die Weltgeschichte und zollt Hendrix Tribut. Wer sich einmal mit Hendrix beschäftigt hat, merkt schnell, dass Randy Hansen eben nicht nur covert, sondern tatsächlich auch so spielt wie Hendrix. Die schrägen Rückkopplungen an ungewöhnlichen Stellen, der Synchrongesang zur gespielten Melodie, das spontane Spiel, das den Song manchmal auf 20 Minuten anwachsen lässt und immer wieder einer Neukomposition gleichkommt. Genial ! Alles wirkt bei Randy Hansen ziemlich authentisch, der Mann muß Hendrix irgendwie in sich aufgesogen haben, anders ist das nicht zu erklären. So auch am heutigen Samstag Abend im proppevollen Downtown Blues Club. Auf der Setlist zu seinen Füßen sind 36 Songs aufgeführt, die der Meister nicht abarbeitet sondern sich spontan erspielt. Die Jenigen, die Randy noch nie zu vor live erlebt haben, belächeln vielleicht anfänglich seine Optik, den der 51jährige ist sich nicht zu schade auch optisch dem Original ein weinig nahe zu kommen. Sprich bunte Klamotten und Tücher sind Usus. Seine beiden Begleitmusiker Manni von Bohr an den Drums und U.F.O. Walter, der den verstorbenen Horst Stachelhaus vor einigen Jahren am Bass ersetzen musste, bieten im Hintergrund, mit ihrem modernen Spiel, den optimalen Teppich für Randy und treiben ihn quasi richtig an. Angefangen mit einem fetzigen „Fire“ finden auch immer wieder Nicht - Hendrix Kompositionen den Weg ins Set, wie z.B. „Sunshine Of Your Love“ von Cream, oder auch „Hush“ welches die Meisten wohl von Deep Purple kennen, heute Abend den Saal zum lauthalsen Mitgröhlen annimiert und plötzlich in der Mitte von „Spanish Castle Magic“ auftaucht. Für mich war allerdings am kultigsten das Arrangement von Bob Dylan’s „All Along The Watchtower“ , die Anfangs - und Endstrophe gab es nur mit Gitarre begeleitet in einem langsamen Takt und mit einer etwas veränderten Gesangsmelodie, wobei der Song natürlich in der Mitte Gitarrensoloartig explodierte. Die Unterschiede von Live -zu den bekannten Studioversionen fallen auch heute Abend sehr positiv auf, vieles hört sich ziemlich jazzig an, so auch das von Randy als sein Lieblingssong angekündigte „1983“. Eine oberlange Nummer, die meiner Meinung nach zeigt, wie Hendrix vielleicht heute klingen könnte. Super !An dieser Stelle sei gleich mal die CD „Alter Ego“ von Hansen empfohlen, hier auch wieder jede Menge Coverversionen, die allerdings in einem ziemlich ungewohnten Arrangement daherkommen und dazu noch vom Meister komplett im Alleingang eingespielt wurden.
Die großen Hits wie „Foxy Lady“ / „Red House“ / „Purple Haze“ oder „Hey Joe“ fehlen heute Abend natürlich auch nicht, was soll man da hervorheben, wenn eh alles ein riesiges Überraschungsei ist ? Es gab auf alle Fälle noch ein paar phantastische Versionen von „Voodoo Chile“ / „Little Wing“ und ziemlich zum Schluss auch noch „The Wind Cries Mary“. Wie schon erwähnt, bietet Randy auch’n büschen was für’s Auge, Gitarrenpleks werden geschickt aus dem Handgelenk von hinten über die Schulter geworfen, nach einem kurzen Publikumsritt besteigt man die Bühne erneut über die Judorolle oder lässt sich rücklings von den begeisterten Fans tragen. Hier war allerdings der Clubkronenleuchter etwas im Wege.....Nach guten 2 Stunden hinterlässt Randy Hansen mit seinen Mannen ein äußerst zufrieden strahlendes Publikum, gibt noch fleißig Autogramme und freut sich vielleicht genauso wie ich auf ein nächstes Mal. Für alle Hendrixfans und zu spät Geborenen, wie ich es auch bin, hier die Aufforderung : Jimi ist zwar tot, dafür gibt es aber Randy und Randy ist ein sehr guter Hendrix ! Verpasst ihn nicht !
Nico K.
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Motörhead 16. Okt. 2005 Hamburg CCH 3
Hätte mir im Jahre 2001 jemand gesagt : „Komm, lass uns zu Motörhead gehen, ich habe Karten besorgt und bekomme jetzt 81,94 DM von Dir.“ „Wie, ich soll Dich einladen ?“ „Nein, das ist der Preis für eine Eintrittskarte......“
Da hätte ich natürlich nachgefragt, ob es sich um ein Festival handelt oder hätte den Menschen für verrückt erklärt.
Heute, zücken die Meisten ganz locker 41,90 Euronen und denken nicht groß über die Inflation nach. Zugegeben, in diesem Fall war es mir auch fast egal, da Motörhead ja nun mal zu meinen Top Five Bands gehören und ich magnetisch angezogen wurde. Erstmalig fand das nahezu alljährliche Specktakel im spießigen CCH 3 statt und nachdem alle Kumpels auf Grund des Eintrittspreises dankend abgelehnt hatten, machte ich mich allein auf die Socken.(Nach dem Motto, wenn schon teuer, dann aber richtig..)Überraschender weise fanden sich ca. 2000 Männer auf dem sauberen Parkett ein, die das sonst übliche Docks (Jetzt glaube ich D-Club) wohl zum Auseinanderplatzen gebracht hätten. Am Merchandising Stand hatte mich eigentlich gewundert, dass man kein Angebot bekam mit EC - oder Kreditkarte zu bezahlen, die Grundversorgung eines jeden Metalheads, entspannte 58,67 DM (sprich 30 Euro) für ein T-Shirt in die Motörheadkasse zu pumpen, war an diesem Abend nicht für alle Besucher möglich. Um so florierender der Verkauf nach dem Konzert vor der Halle, wo man, wie üblich, den fliegenden Händlern nur 10 Euro für ein Shirt in die Hand drücken brauchte. Die erste Band des Abends, Slunt, fing viel zu früh an und überzeugten mich spontan mit mieser Langweile. Sie kamen aus New York City und hatten sogar zwei Mädels an den Instrumente, leider war genau das der Nachteil. Egal, die zweite Band des Abends, Mondo Generator, groovten dafür umso besser. Der ehemalige Queens Of The Stone Age Frontmann und Ex Kyuss Bassist Nick Oliveri rotzte uns kurze, knackige Songs um die Ohren, die irgendwo zwischen den Queens Of The Stone Age, Punk mit Schreikrämpfen und Metallanleihen, die eigentlich ihre Wurzeln in den 70ern hatten lagen. Gefiel mir gut, muß ich bei Gelegenheit mal anschecken, deshalb auch hier der Aufruf, wer kann mir da mal eine CD machen ?
30 Jahre Rock’n Roll und Bandgeschichte galt es heute Abend zu feiern. Angefangen als Trio, Mitte der 80er für coole 10 Jahre zum Quartett angewachsen, präsentierten sich Motörhead seit 1996 heute natürlich auch wieder als Trio.(Wem sag ich das.....) Die Musik hat sich seit den Anfängen eigentlich nicht sonderlich viel geändert, wenn man mal die heutzutage verbesserten Soundmöglichkeiten außer Acht lässt. Recht so, Frontmann Lemmy ist halt ein Szeneoriginal, das so wie er sich gibt, optimal zur Mucke passt und vor allen Anderen schon da war !Nicht zu vergessen, dass der Typ so alt ist wie mein Vater und in diesem Jahr am heiligen Abend seinen 60ten Geburtstag feiern wird !! Außerdem kann ich nur dazu auffordern, daß jeder Rock oder Metalfan diese Band mindestens einmal Live erlebt haben sollte. Wie üblich schmiss Lemmy seine Kippe auf den Boden und begrüßte die Fans mit einem kratzigen „Guten Abend,........wie geht’s ?........We are Motörhead.......and we play Rock’n Roll !“ bevor „Dr. Rock“ die ersten Fäuste in die Luft wirbeln ließen. Der Sound ist in Ordnung und Mikkey Dee’s Bassdrums massierten von Anfang an angenehm die Magenwände. „Stay Clean“ und „Love Me Like A Reptile“ folgten und das neue “Killers” vom letzten Album Inferno hörte sich jetzt schon an wie ein Klassiker. Im großen und Ganzen hielt sich die Songauswahl so ziemlich an die Reihenfolge der letzten Live DVD „Stage Fright“, die meiner Meinung nach mehr als gelungen ist. Die kultige, alte Single B-side aus dem Jahre 1981 „Over The Top“ widmete Lemmy auch an diesem Sonntag Abend sich selbst und es gab natürlich auch vom „most hated“ Album „Another Perfect Day“ die heimlichen Hits „I Got Mine“ und „Dancing On Your Grave“. Noch nie in Deutschland live gespielt, versetzte mich „Fast And Loose“ vom Über - Album „Ace Of Spades“ in eine Art Rauschzustand, dass ich das sonst eher zu lang geratene Drumsolo von Mikkey Dee kaum als störend empfand und gleich weiter in „Just Cos You Got The Power“ schwelgte, bei dem Phil Campbell (Immerhin auch schon seit 20 Jahren in der Band) so richtig schön die Seiten quälte. Bitte diese Nummer niemals aus dem Liveset nehmen !Zwischendurch gab es mal ein paar Probleme mit dem Gitarrensound, aber nach der entsprechenden Aufforderung, gröhlten die Hamburger sich an Platz 1 der lautesten Fans und wurden natürlich auch mit ein paar Dezibel mehr aus der PA belohnt, welche das Knistern einfach übertönten.Die Klassiker „Killed By Death“ und „Iron Fist“ beendeten den ersten Teil des Abends, schnell wurden zwei Hocker auf die Bühne gestellt und Motörhead goes unplugged ! Eigentlich widerspricht sich die Acousticgitarre ja im Falle von Motörhead, aber es funktionierte trotzdem. Vom letzten Album „Inferno“ initiierten die drei den „Whorehouse Blues“. Drummer Mikkey Dee an der zweite Klampfe und uns Lemmy nur mit Mundharmonika bewaffnet in der Mitte, cool ! Lemmy’s derbe Stimme, Mundharmonika und ein phantastisches Gitarrengeklimper von Phil Campbell ließen, zumindest für mich, diesen Song als etwas besonderes erklingen. Schnell die „richtigen“ Instrumente umgeschnallt und Motörheads beliebtestes „Ace Of Spades“ wurde von Lemmy mit „You Got It“ angekündigt, bis dann eine überlange Version von „Overkill“ die Begeisterten hinausprügelte. Schade, wieder einmal zu kurz der Spaß ! Ich freue mich schon auf das nächste Jahr und werde bis dahin die DVD wohl mindestens 365 mal gesehen haben........auch wenn Motörhead das AC / DC und Iron Maiden Syndrom haben, sprich bei fast jeder Tour die gleichen Songs spielen, bei dieser Band stört mich das irgendwie nicht so stark und wer weiß, in den letzten Jahren haben es ja tatsächlich immer mal wieder ein paar Exzoten ins Set geschafft. Ihr habt einen kultigen Abend verpasst, und auf die Gefahr hin , dass ich bei der nächsten Tour wieder alleine fahre , denn wir haben alle das Pech, dass die Eintrittspreise ja bekanntlich wohl eher nicht billiger werden. „I’m In Love With Rock’n Roll , Satisfies My Soul If That’s How It Has To Be, I Won’t Get Mad I Got Rock’n Roll, To Save Me From The Cold, And If That’s All There Is, It Ain’t So Bad Rock’n Roll ! In diesem Sinne...........
Nico K.
Setlist
Dr. RockStay CleanLove Me Like A ReptileKillersMetropolisOver The TopNo ClassI Got MineIn The Name Of TragedyDancing On Your GraveFast And LooseR.A.M.O.N.E.S.Sacrifice (Drum Solo)Just Cos You Got The PowerGoing To BrazilKilled By DeathIron Fist -----Whorehouse BluesAce Of SpadesOverkill ------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Ben Granfelt 14. Mai 2005 Hamburg Logo
Ben Granfelt , wer ist das eigentlich ? Das ist doch der , der schon mal im Vorprogramm von Thin Lizzy 2000 in der Großen Freiheit aufgefallen ist . Außerdem hat der Finne einige Jahre bei den Leningrad Cowboys die Gitarre bedient , nur bei der Band konnte man ja nie ein Gesicht erkennen , da ja alle die gleiche Maskerade getragen haben . So richtig positiv aufgefallen ist er aber als zweiter Gitarist bei Wishbone Ash in den vergangenen vier Jahren. Zusammen mit Andy Powell haben die beiden jedes Jahr DAS Gitarrenereignis an der Livefront abgeliefert .Kaum zu toppen , wie Brüder......tja und nun ?! Jetzt ist der gute Mann wieder auf Solopfaden und sein eigener Herr mit eigener Band . Im Prinzip hat er all die Jahre immer mal wieder für sich ein Solo Album gemacht und hier und da sicherlich auch ein Solokonzert gegeben , doch Wishbone Ash haben ihm viel Zeit geraubt , zu viel , wie er nach dem heutigen Abend ausplauderte , die Familie kam bei über 120 W.A. Auftritten im Jahr zu kurz und Platz für eigene Musik war auch rar in der Zeit mit den Engländern . Mir als Guitarfreak soll’s recht sein , wenn Helden sich auch mal solo auf’s Parkett wagen . Um das neue Album „The Past Experience 1994 - 2004“ zu promoten , ergab sich die Chance für einen anderen Meister seines Fachs auf dessen Tour zu eröffnen, nämlich keinen geringeren als Robin Trower . Im Anschluß daran gab es dann noch diesen einen Auftritt im Hamburger Logo , bei dem man sich mal etwas länger als die üblichen 50 Minuten Support zeigen wollte .  Gesagt getan , für alle , die nicht dort waren und das waren viele.....kann man nur sagen : Ihr habt da ein tolles Konzert verpasst , welches nicht nur für Gitarrenfreaks interessant gewesen wäre . Die Sologitarre kam natürlich nie zu kurz und wurde auch etwas deutlicher als auf den CDs vorgeführt , doch es endete nie in einem endlosem Gegniedel . Eingeläutet wurden das gut 1 stündige Rockfest mit einer unbetitelten Jam , bei der das WaWa Pedal schon mal bis zum Anschlag getreten wurde . Optimal ! Die beiden Begleitmusiker an Bass und Schlagzeug spielten den ganzen Abend ziemlich solide , erwähnenswert ist wohl noch die Tatsache , dass der Jüngling hinter dem Schlagzeug , ein gewisser Risto Rikala (Den finnischen Namen des Bassisten , habe ich , als der Kartoffelsprache nicht mächtiger, natürlich nicht verstanden....) den eigentlichen Drummer , Miri Miettinen , sehr kurzfristig ersetzen musste , da der sich wenige Tage vor der Tour die Achillessehne verletzt hatte .Laut offizieller Ansage gab es wohl nur eine zwei stündige Probe vor der Tour........na ja....Legenden halt , wie dem auch sei , dem Bengel merkte man das zumindest nicht an .Zwischen den Songs gab es zum Teil ganz unterhaltsame Ansagen zu den einzelnen Liedern , wie die Erklärung zu dem Instrumental „Slapshot“ ( Titelsong der finnischen Eishockey WM 1997 ) oder dass sich ein Wishbone Ash Fan aus Brasilien ein Loch in den Bauch gefreut hatte , Ben G. in Hannover ausgerechnet bei einem Robin Trower Konzert erleben zu können . „Last Notes“ (Dem verstorbenen Vater gewidmet) , ebenfalls ein Instrumental , allerdings eine sehr ruhige Nummer mit einer phantastischen Leadmelodie folgte sehr entspannt .Der einzige Wishbone Ash Track des heutigen Abends, „Faith Hope And Love“ , entstand zuerst bei Herrn Granfelt während einer Probe mit dem Drummer von Wishbone Ash und wurde uns hier quasi im Ursprungsarangement präsentiert . Sehr schön ! Da das Logo heute Abend leider nur 34 Gäste zählen konnte , von denen auch noch 3 nach den ersten Minuten wieder abgehauen sind , war der Kontakt zwischen Band und Publikum schon fast intim.....nachdem Mr. Granfelt mein Gov’t Mule T-shirt gesehen hatte, wurde doch auch gleich auf einen Fan namens Colin hingewiesen , der extra aus England einflog , nur um heute Abend diesen Gig zu besuchen . Außerdem sei Colin ein riesiger Wishbone Ash Fan (Hat in diesem Jahr bereits 70 !!! W.A. Gigs miterlebt....) , inzwischen ein Freund von Ben , der das große Glück hatte in diesem Jahr, innerhalb von einer Woche , in London zunächst Gov’t Mule und ein paar Tage später auch noch die legendären Cream live zu erleben . Neidisch wurde dies natürlich von den Anwesenden beklatscht und als kleine Entschädigung gab es das Cream Cover „White Room“ , ebenfalls instrumental wie auf dem „Radio Friendly“ Album von 1996 . Eine klasse Version , bei der natürlich die Hendrix - Antäuschung nicht fehlen durfte . Von der Bühne verabschiedete man sich noch mit einem weiteren Instrumental „Checkered Flag“ , welches dem finnischen Formel Eins Fahrer Mika Sato auf dem Leib komponiert wurde und Deep Purples „Hush“ . Lange ließ man sich auch nicht bitten und spielte noch eine ausgedehnte Version von J.J. Cales „Cocaine“ , an der sich Eric Clapton sicherlich die Finger gebrochen hätte oder sein kleines Unplugged - Herz erstarrt wäre . Ein Abend , der sich in jeder Hinsicht gelohnt hat, starke Musik, super Sound und Musiker , die noch wirklich Spaß und Biss hatten aufzutreten , trotz der wenigen Leute. Das nenne ich professionell ! Nach dem Konzert gab es noch die Information , dass sechs Auftritte dieser Tour mitgeschnitten wurden , kultige Nachricht für mich als begeisterten Fan........Allen Ignoranten sei bis dahin auf alle Fälle die aktuelle Best CD empfohlen , denn die macht wirklich Sinn , zumal die Zusammenstellung der Songs stimmt und die regulären Alben zum größten Teil auch nicht mehr erhältlich sind . Out Of Print wie es so schön heißt......Wem Joe Satriani zu technisch ist, die Gitarre trotzdem melodiös und songorientiert jaulen soll , der sollte unbedingt einmal in ein Ben Granfelt Album hineinhören ,vielleicht kommen dann beim nächsten Mal ja so viele Leute wie bei Wishbone Ash, die Zielgruppe ist die Gleiche und verdient hätte es der gute Ben alle mal .....ich bin dabei ! Nico K.
Setlist Hamburg Logo
Intro Jam What We Are Slapshot Home Last Notes Faith Hope & Love Power Of Passion All I Want To Be Falling For You Again White Room Checkered Flag Hush Cocaine
www.bengranfelt.com --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Pothead 19. Nov. 2004 Hamburg Markthalle Minimalistikrocker bei der Arbeit....... Freitag Abend 18,48 h , Nico befand sich noch im Hause seinesBrötchengebers ....19,15 h sollte er aber eigentlich schon zu Hauseabgeholt werden zwecks Reise gen Hamburg.....tja wie das so ist,immer wenn man(n) mal einen Termin hat....die totale Hetze....egal,nach dem in der Woche davor schon zwei Konzerte (Popa Chubby undRandy Hansen......) auf Grund von Atemwegerkrankungen ersatzlosgestrichen wurden, (So eine Scheiße !!) gab es doch eine gewisseVorfreude auf den heutigen Abend , zu mal der letzte Pothead Besuchvor sieben Jahren stattfand. Zu Hause angekommen , schnell in Schale geschmissen , schellte esauch schon an der Tür. Das Abholkommando (Uns Arne und Herr L. )war bereit , wie immer verging die ca. 1 stündige Fahrt wieim Fluge , Meinungen und Bejubelungen über den ein oder anderen"Nicht Musiker" wurden fachgesimpelt , im laufenden CD Fahrtprogrammmussten Sangesstimmen von Kultleuten wie Chris Goss aus ominösenSounds herauserkannt werden. Oder auch immer wieder ein beliebtesThema : Ein gewisser Blender Namens Steve Hogarth (Bemüht sich derZeit als Sänger bei der Gruppe Marillion , die waren Fans dieserKombo haben natürlich sein kaum zu ertragenes Gekrächze nach demersten Geräusch aus seinem Munde sofort enttarnt und folgerichtigdie Band nach dem Weggang von original Sänger Fish im Jahre1988, für aufgelöst erklärt !Wie ein jeder feststellen musste , habendie so genanten Marillion ohne Fish als Sänger leider nur einenMisserfolg nach dem Anderen produziert und sind inzwischen schonauf die Mithilfe einer sehr kleinen Fanschar angewiesen undlassen sich von den armen , nichtsahnenden Irren sogar die üblenVersuche neuer Albenproduktionen finanzieren......wer da nun derDumme ist , wäre vielleicht mal eine Frage für denBundestag......die stimmen ja gerne über Blödsinn ab....) OK, Ihrwundert Euch schon, das hier hat gerade nichts mit demPotheadkonzert zu tun, aber es tut gut, das mal wieder anprägnanter Stelle loszuwerden. Von daher wieder einmal eine typischeund unterhaltsame Anreise.Glücklicher Weise befand sich so ziemlich direkt vor der HamburgerMarkthalle eine passende Parklücke, so dass man gar nicht erstlange bei der Arschkälte draußen rumlaufen musste. 16 Euronen ander Abendkasse wurden auch schnell ins Häuschen geschmissen undplötzlich war man dabei . Der Devotionalien Stand wurde gleich nach dem ersten Stück Pizzagescheckt und prompt fühlte sich der Schreiber dieser Zeilenverpflichtet die sauer verdienten 13 Euronen direkt im Tausch gegendie neuste Live CD "Live In Berlin" (Soll übrigens auch nur eineAuflage von 1.000 Stück haben.......ein gutes Lockmittel für denSammler und Jäger Nico...) in die Kasse der Pothead Musiker zupumpen. Arne konnte auch nicht anders und griff sich gleich maldie neuste Studio CD ab. Da die Band ihre Musik fast nur noch inEigenregie vertreibt , wohl bei diesen kleinen Auflagen nichtwirklich reich wird, sind 13 Euronen für die CDs oder 15 für 'nShirt auch noch akzeptabel. (Wenn man bedenkt das die großen Bandsvon heute gerne mal 35 Euro (Leute das sind 70 DM....wacht malauf !!!) für ein billiges T-Shirt haben wollen........)So richtig viele Leute waren noch nicht eingelaufen, aber das heißtin HH ja nichts, eine Vorgruppe sollte es heute Abend eh nichtgeben, nach dem der Soundman (oder wer auch immer das ausgesuchthat) die Leute mit ulkiger Musik wie zB. Moody Blues, Thin Lizzyoder irgendwelches 20er Jahre Zeug beschallt hatte , schlendertenunsere drei Potheads mit Bierfläschchen bewaffnet auf die Bühne undlegten los. Im Nu füllte sich die Halle und so ca. 450 Nasen wackelten mitdem Kopf. Von Anfang an war der Sound recht laut aber dafürdruckvoll astrein.Anstelle von Jeans und T- Shirt trugen die Musiker diesmalschwarze Anzüge mit komischen Krawatten , die nicht zu den Hemdenpassten.....Drummer Sebastian Meyer glänzte übrigens mit einem Binderaus Chrom........wo es solche Teile wohl gibt......und was würdemein Chef wohl dazu sagen.......???Da mir leider bisher nur das 97er Album "Learn To Hypnotize"geläufig ist, ich nach dem Konzert keine Setlist abgreifen konnte,(Ich glaub da gab es wohl gar keine....) kann ich heute keinegenaue Songreihenfolge präsentieren. Die Band hielt sich aber soziemlich an die neuste Live Scheibe (Darauf sind übrigens 19unverfälschte Supernummern enthalten in einem sehr guten Live Sound, wie ich finde) ,ergänzt durch viele, viele andere Songs.... fürmich in starker Erinnerung geblieben ist auf jeden fall diegute Laune der Musiker, Sänger und Gitarrist Brad (Ein Mensch ohneNachnahmen lt. CD Booklet...) freute sich und war anscheinend gutdrauf , zu mindest gab es von seiner Seite doch das ein oderandere Mal einen Textverlacher während der Songs. Überhaupt gab esohne viel Worte einfach viel Musik , die Leute waren schnellbereit auf die Ooohhs....Ooohhs... bei dem indianermäßigem "Chess"einzusteigen oder das leise Oooh bei "Funkenbus" zu unterstützen ,bevor der Song durch seine Punkanleihen aufbrach und die Fansexplodieren ließ. Wenn mich sonst eine gewisse Stageaction begeisternkann , waren es heute die kaum war zu nehmenden Schrittchen vonBasser Jeff Dope oder die stets geschlossen Augen von Gitarristund Sänger Brad , bei dem man das Gefühl hatte er würde dieLyriks hinter den Augenliedern gerade mitfühlen . MinimalistischeBewegungen der Musiker , kurze einfache Rythmen , leise Klänge oderhohe , laute Aufschreie wechselten sich heute Abend geschickt ab undwurden einfach nicht langweilig. Obwohl ich ja bekanntermaßen einGitarren Gniedelfan bin , es bei Pothead eher keine bis ganz wenigGitarrensoli gibt, kamen mir die ersten 75 Minuten eher wie 10vor. Einen riesigen Eindruck hinterließ übrigens der Song "Dr. DeStructo" bei mir, kaum Verzerrtechnik im Gitarrensound , kurzerRhythmus , geniale Ohrwurm Gesangsmelodie. (Extrem gespannt schmiss ichden frisch erworbenen Tonträger so ca. 1,30 h Nachts , gleichnach der heimatlichen Ankunft , in die CD Maschine und erkanntenatürlich sogleich obigen Song als solchen an zweiter Stelle. Vollgeil ! Sagte man so in den 80ern.....)Wie gesagt , es vergingen 75 Minuten und weg waren sie , dieHallenmusik erschallte und die Luft war zu allem Überfluss sehrstark verraucht , ein gewisser Geruch machte sich breit.....solltedas schon alles gewesen sein ? Nicht so bei Pothead , nach einemkurzen Augenblick kamen sie wieder und spielten noch einenSong.....gingen weg.....und dann noch einen.....und dann nochzwei.......hier kam dann auch auf einmal das kleine Keyboard,welches am linken Bühnenrand stand , bei "Stadium" zum Einsatz undaußerdem gab es noch "Henry und Mabel" und das initiierteIndianerintro der Fans wurde von den Potheads erhört und mit"Indians" vom allseits beliebten Learn To Hypnotize Album gerne demausflippendem Volk präsentiert.......lt. Fanaussage soll es da soeinen Rekord der Potheads geben, der besagt, dass sie wohl auchschon 13 mal wieder auf die Bühne klettern.Sänger Brad bedankt sich immer wieder mit einem deutschen "Danke"oder "Vielen Dank" behauptet dann auch noch, dass das das einzigeWort wäre, welches er auf deutsch sprechen könne........tja...sollenwir ihm das glauben, das er als Amerikaner , der so ca. seit 10Jahren in Deutschland lebt , wirklich nicht mehr deutsche Vokabelnbeherrscht ....???Mir persönlich egal, die Musik ist super und alle , die an demAbend nicht dabei waren , haben mal wieder zwei Stunden langesAbtauchen verpasst. Herr L. ließ sich sogar glatt zu folgendemKommentar hinreißen : "Also den Song Constantinople finde ich jatotal geil !" Recht hat er ! An das Konzert im Hamburger Logovor sieben Jahren habe ich übrigens noch folgende Erinnerung : Dastand so ein Typ hinter mir, der die Potheads immer wiederaufforderte : "Mehr Druck !" ......"Das muß viel mehr laudäh kommen!" (Natürlich im breiten , norddeutschen Slang...) Ein Ausspruch, derheute gerne noch bei allen möglichen blöden Gelegenheiten zumEinsatz kommt......Ich glaube diesmal kann ich einfach diese Chromkrawatte nichtvergessen........Nico K.
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Europe 26.10.04 HH/Fabrik
19.30 Treffen mit Roland, Nico und Elke. Da fast alle pünktlich waren (Gruß an Roland;O)) waren wir auch in „Nullkommanichts“ auf der Autobahn. Während der Fahrt fanden dann die üblichen „Fachgespräche“ statt. Thema war unter anderem die überraschende Absage von Mob Rules. Die Band hat die komplette Tour mit Europe absagen müssen. Sicherlich sehr ärgerlich für die Band ob der verpassten Gelegenheit. Sowie der abgesagte Termin von Europe in Flensburg. Über die Gründe wurde viel spekuliert. Es wurde auch vermutet, dass der Kartenvorverkauf wohl ziemlich schlecht gelaufen sei. Nüx genaues weiß man(n) nüch....
In der Fabrik angekommen, stellte unsereins fest, dass es ja doch recht voll geworden ist. Scheint fast ausverkauft zu sein. Wer die Fabrik kennt, weiß was das bedeutet. Je weiter man in diesem Schlauch hinten steht, desto schlechter die Sicht auf die, zugegebener Maßen, kleine Bühne und umso schlechter der Sound.
Das Publikum ist im Durchschnitt etwas älter. Von Mitte zwanzig bis Ende dreißig ist alles vertreten. Hübsche Frauen sind wie erwartet reichlich im Publikum vertreten. Europe haben halt ihren Ruf und dem werden sie im Laufe des Konzertes im positiven Sinne gerecht. Die Musik, die vor Konzertbeginn aus den Boxen kommt (Van Halen, Thin Lizzy, Judas Priest, etc.), passt da genau ins Bild. Die Songauswahl sorgt auf jeden Fall schon mal für ein gewisses Wohlbefinden bei den hier Anwesenden.
Jetzt aber schnell noch ein Bierchen besorgt und natürlich noch ein Blick auf den Konsumstand, sprich Merchandise, geworfen. Wie erwartet, werden dort in der Herstellung billige T-Shirts (schätze mal pro Shirt 1 Euro Herstellungskosten) zu überteuerten Preisen angeboten (ab 28,-- Euro aufwärts). Also, Business as Usual Da scheint mir der Eintrittspreis von 22 Euro Vorverkauf und 24 Euro Abendkasse doch reichlich humaner. Immerhin haben Europe in den glorreichen Achtzigern für viel Geld in den größten Hallen der Welt spielen dürfen. Da die Jungs später auf der Bühne ziemlich natürlich und locker rüberkommen, scheinen sie aber die Bodenhaftung nicht verloren zu haben (Leider keine Selbstverständlichkeit bei Ex-Superstars!!!). Was die Band aber dann an Spielfreude und Enthusiasmus verbreitet, ist einfach unglaublich und macht die Jungs nur sympathischer.
Um 21.30 beginnt das Konzert mit einem Intro vom Band. Ein imaginärer Ansager kündigt Europe als „The best Band from Scandinavia“ an. Die Band entert in Originalbesetzung, natürlich unter lautem Jubel, die Bühne und legt gleich mit „Got To Have Faith“ vom aktuellen Album „Start From The Dark“ richtig los. Der Sound ist transparent. Man kann jedes Instrument klar hören. Die Lautstärke stimmt auch. Bin beeindruckt!
Der Soundman von Europe schafft es im Gegensatz zu denen von Queensryche und WASP (beide haben bereits in diesem Jahr dort gespielt. Mit unterschiedlichem „Erfolg“) einen perfekten Sound in den Schlauch zu zaubern. Respekt!!! Mein Herz schlägt höher ob dieser ungewohnten Klangqualität (in letzter Zeit leider eher untypisch für die Fabrik. Siehe oben) und ich bin mir jetzt schon sicher, dass das ein gutes Konzert werden wird.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Joey, „Moin Hamburg“, und dem obligatorischen Begrüßungsjubel der Fans geht’s gleich weiter mit „Ready Or Not“. Fängt sehr bluesig an . Joey jault zu Beginn des Songs, so schön wie David Coverdale in seinen besten Zeiten, die Refrainzeilen „Rock me til I hit the floor, rock me til I take no more, etc.“ (ja, ich weiß, klischeehafter geht’s nimmer) mit viel Hall in der Stimme ins Mikro. Während John Norum (Gitarre) jede Zeile mit einem wunderbaren, gefühlvollem Blueslauf auf seinem Griffbrett beantwortet um dann in das Riff des Songs überzugehen. Der Song rockt wie Hölle (was er ja schon auf Platte zu genüge tut). Besonders dieser Gitarrensound bzw. dieser Gitarrenlauf von John machen den Song zu einem Ohrenschmaus!! Ganz zu schweigen vom Solo.
Überhaupt zaubert John Norum den gesamten Abend diese wunderbaren Läufe und Soli aus dem Ärmel, dass mir richtig warm ums Herz wird. Es war ja schon dem Einen oder Anderem bekannt wie gut der Mann ist. Aber so was hab’ ich schon lange nicht mehr erlebt. Schlichtweg Genial. Joey ist gut bei Stimme. Drummer, Basser und Keyboarder bilden eine homogene Einheit in der jede Note sitzt. Man merkt ihnen allen den Spaß am spielen an. Was natürlich wiederum das Publikum ansteckt, welches sehr gut mitgeht und den Abend einfach zu genießen scheint. Keine Spur von abgehalfterten Superstars. Auch das Outfit der einzelnen Mitglieder spiegelt das wieder. Statt der ehemaligen Dauerwelle, Spandexhose und Glitterjacke etc. sind jetzt (zum Glück) normale Frisuren (Drummer hat Glatze), Jeans und T-Shirt angesagt. Keine Klischees der 80er werden hier bedient.
Genauso das Publikum. Da steht der Turbonegro-Fan (natürlich in der obligatorischen Turbojugend Jeansjacke) rockend neben der Hausfrau. Der Altmetaller (im Swedenrock T-Shirt) zufrieden grinsend neben dem hüpfenden Jungspund (gegelt und im Yuppi Look). Europe sprechen inzwischen verschiedene Schichten an und garantieren heute Abend Spaß für alle!!!
Weiter geht’s im Sauseschritt mit alten und neuen Krachern wie „Superstitious", „America“, etc. . Mehrmals hält Joey den Mikroständer nach den Songs in das Publikum um dessen Begeisterung einzufangen. Jedenfalls macht er einen sehr zufriedenen und glücklichen Eindruck über die frenetischen Reaktionen des Publikums. Die neuen, ohnehin schon sehr hardrocklastigen Songs, kamen live natürlich noch um einiges roher und härter rüber. Europe spielen heute Abend hauptsächlich die härteren Songs aus ihrem Repertoire. Was im Zusammenhang mit dem neuen Album auch sinnvoll ist. Sie haben anscheinend ihre rockige, frühere Phase wieder entdeckt. „Back to the roots" war also das Motto des Abends. Der auf dem neuen Longplayer eingeschlagene Weg wird auch live konsequent umgesetzt. Was ich eigentlich sehr mutig finde. Die Band hat mit „Start From The Dark“ bewiesen, dass sie es verstehen sich nicht zu wiederholen. Jeder der die CD bisher gehört hat war überrascht eben nicht den „typischen“ Sound von Europe zu hören. Das traut sich auch nicht jeder. Gibt genügend schlechte Beispiele wo Bands sich um des Geldes willen, über mehrere Scheiben nur noch öde wiederholen.
Nach ca. 60 min gibt es aber dann doch den ersten (und einzigen) ruhigen Song zu hören. Nach der Vorstellung der Band und einem guten, nicht zu langem Gitarrensolo von John, sowie dem Song „Girl From Lebanon“, kommt Joey alleine mit einer Akustikgitarre auf die Bühne um „Carrie“ zum Besten zu geben. Obwohl allein untertrieben ist, da das Publikum lautstark mitsingt bzw. das Stück fast im Alleingang herunterschmettert!!!!. Gänsehautfaktor pur. Das Publikum sowie die Band sind aus dem Häuschen und Joey bedankt sich mehrmals beim Publikum. Danach folgt u. a. noch „Yesterday’s News“ (nur als B-Seite und auf diversen „Best Of“ Alben zu finden) bevor „Rock The Night“ vom Megaseller „The Final Countdown“, das reguläre Set nach 85 min beendet.
Nach kurzer Wartezeit „gibbet“ noch 3 Zugaben, wobei der letzte Song wohl klar sein dürfte, nich wahr;o). Bei eben diesem ging es in der Halle noch mal sooo richtig ab! Will sagen, alles hüpfte, schrie und stampfte bei diesem Song, der wie kein anderer diese Band verkörpert. Im Guten wie im Schlechten. Vergleiche mit Queen (We Will Rock You, We Are The Champions) und den Rolling Stones (Satisfaction) sind durchaus legitim. Nach diesem Song und etwa 100 min Spielzeit war dann endgültig Schluss.
Besonders möchte ich noch den unaufdringlichen, akzentuiert spielenden Keyboarder herausheben. Weniger ist mehr. Hatte da so meine Befürchtungen!!!! Ein dickes Lob geht auch an den Soundman, der heute Abend den Maßstab für die folgenden Metalkonzerte in der Fabrik gesetzt hat. Solch guter Sound sollte eigentlich selbstverständlich sein und nicht außergewöhnlich. Desweiteren gab es kein Drumsolo, kein Keyboard solo, kein Bass(s)olo. Stattdessen Rock vom feinsten ohne Schnörkel und sinnlosem Gedudel. Rockerherz wat willste mehr?
Europe haben heute Abend bewiesen das sie eine hervorragende Rockband sind. In mir hat die Band nach diesem Konzert und dem aktuellen Album, ich stand dieser Band früher eher skeptisch gegenüber, einen Fan dazu gewonnen. Daumen hoch!!
Wenn die Jungs so weiter machen werden sie demnächst wieder in den großen Hallen der Welt spielen. Verdientermaßen!!! Bitte wiederkommen!!!
Die „Reisegruppe“ aus Kiel fuhr jedenfalls total zufrieden nach Hause.
Alex
P.S.: Mir fällt gerade auf, dass die T-Shirts teurer waren als die Eintrittskarten!!! Strange World!!!
Setlist
Got To Have Faith Ready Or NotSuperstitiousAmericaWings Of TomorrowLet The Good Times RockSeven Doors HotelHeart Of StoneHero Wake Up CallSign Of The TimesBand IntroductionGuitar SoloGirl From LebanonCarrie (Acoustic, Joey allein)FlamesYesterday’s NewsRock The NightStart From The DarkCherokeeFinal Countdown
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Judas Priest 2. Juni 2004 Hannover Stadionsporthalle
Endlich, nach der Painkiller Tournee im Jahre 1991, die Letzte bekanntlich mit Rob Halford am Mikrophon, musste so manch ein Fan also sage und schreibe 13 Jahre warten um diesen Augenblick noch einmal miterleben zu dürfen.
Nun war es also soweit, drei Buben aus Kiel machten sich bei knalle Sonnenschein auf den Weg in die Messestadt, die Hitze im Auto wurde natürlich von Priestklängen versüßt, imaginäre Setlists wurden immer wieder vorgeschwärmt, jeder hatte so seine Lieblingslieder, die er unbedingt hören wollte. Man einigte sich darauf, dass wir wohl die Hits wie Living After.....Breaking....Another Thing.....Painkiller in jedem Fall zu hören bekommen, aber eigentlich doch ein Hauptaugenmerk auf der Painkiller Scheibe liegen müsste, da diese ja nun in den letzten 10 Jahren im Nachgang von der „Fachpresse“ und von vielen Fans total abgekultet wird.
Kurz um, selbst wir alten Konzert - Hasen, die vor Jahren ebenfalls schon Priest Live Luft gerochen haben, waren doch tatsächlich „etwas“ aufgeregt.........
An der Halle angekommen mussten wir leider feststellen, dass es bisher nicht all zu viele Fans an den Ort des Geschehens gezogen hatte, es wurden zwar viele ortsfremde Nummernschilder gesichtet, aber bisher ließ doch die Anzahl für so einen denkwürdigen Moment zu wünschen übrig. Wie der Name Stadionsporthalle schon sagt, handelt es sich also um eine waschechte Sporthalle.......im direkten Vergleich zu unser gewohnten Sporthalle in Hamburg, könnte man bei diesem Model wohl fast auf den gleichen Architekten schließen, das Ganze nur im kleineren Format.
Egal, als dann endlich Einlass gewährt wurde stürmten dann auch schnell die wenigen Hundert zu den „besten“ Plätzen.
Wie vor 13 Jahren waren auch diesmal Annihilator im Vorprogramm unserer Helden, damals noch eher ein Geheimtipp, heute doch mindestens eine feste Größe bei der Speedmetal Fraktion. Die Halle war noch nicht einmal halb gefüllt, da ging auch schon das Licht aus und Bandchef Jeff Waters legte mit seiner Mannschaft und neuem Track All For You einen etwas unglücklichen Start ins Set. Wieder einmal wurde dem Fan mit Dave Padden ein neuer Sänger präsentiert, der auf der neuen CD „All For You“ zwar durch aus zu überzeugen weiß, Live aber für mich doch eher unpassend rüberkommt. Ein moderner Sänger, der sich trotz seiner jungen Erscheinung schon recht professionell gibt und so mach alten Song doch irgendwie zerschreit. Schade,da können auch Cumshots wie King Of The Kill oder Never Never Land nicht viel retten. Ruhigere Passagen wie in Set The World On Fire funktionieren anscheinend gar nicht. Zum Abschluß gibt es noch mal die Übernummer Alice In Hell und schon ist nach 35 Minuten Schluss. Recht kurzweilig der Auftritt, doch wer die Band einmal in einem kleinen verschwitztem Club erlebt hat, weiß wo die Band eigentlich hingehört.
Nach ca. 30 Minuten Umbaupause war die Halle immer noch nicht anständig gefüllt.....Leute wie kann das sein, dass die Metal Götter vor halbleeren Rängen spielen müssen, sich gerade mal 2500 Nasen bei so einem Ereignis einfinden, sich den ersten offiziellen Auftritt in „alter“ Besetzung entgehen lassen und das in der Musikerstadt Hannover ??? Kann es am nicht zu knappen Eintrittspreis von 41,55 Euronen liegen ?
Im Vergleich zur Painkiller Tour sah der Preis eigentlich ähnlich aus......damals waren es allerdings immerhin auch schon 42,90 DM.........heute wären es halt 81,26 DM.........schade mein Gehalt hat sich seit dem zwar nicht parallel mitverdoppelt, aber letztes Jahr haben unsere Freunde von Iron Maiden auch mal eben schlappe 52,46 Euronen , was in der eigentlichen Währung 102,60 DM entspricht (Wo bin ich hier eigentlich ?..) einkassiert und da waren die Hallen rappelvoll.
Der Bühnenaufbau war eigentlich recht schlicht, sprich Scott Travis trohnte mit seinem Schlagzeug natürlich etwas oberhalb und bühnenmittig , links und rechts von ihm konnten die Mannen entweder ein Treppchen zur Bühne nehmen oder vielleicht ebenfalls oberhalb links und rechts Laufstege neben der Bühne nach vorn zum Publikum gelangen. Hinter der Bühne hing ein riesiges Auge (Das „Electric Eye“) in dessen Iris Rob Halford plötzlich stand und die ersten Zeilen nach dem bekannten „The Hellion Intro“ von „Electric Eye“ sang. Unglaublich, wenn ich sage SOUND dann meine ich SOUND. So einen Klang habe ich definitiv NOCH NIE in einem Live Konzert gehört !
Pink Floyd, Queensryche, Rush eingeschlossen, der OBERHAMMER !!! Relativ laut, aber so was von glasklar, man hat wirklich ALLES herausgehört, KEIN Instrument war zu dominant, zu laut oder sonst was......SUPERGENIAL, für so einen SOUND fehlen bisher die genauen Beschreibungen in den Wörterbüchern, da es diese Wörter bisher leider nicht gibt, einfach OPTIMAL !!!
Nach dem ich von dieser Soundwand geblendet wurde und gleich einer meiner persönlichen Favoriten „Metal Gods“ folgte, kann ich nur sagen die Metal Gods sind wirklich zurück. „Heading Out To The Highway“ tat sein übriges und die 2500 Kehlen sangen begeistert mit und hörten sich dabei auch noch an wie eine 10.000 der Schaft. Also da kann man sich immer auf die Hannoveraner verlassen, die Stimmung war bei meinen bisherigen Hannover Konzerten immer bestens. Preist, Priest, Priest Chöre erschallen und unsere Lederfreunde ließen sich sichtlich begeistert abfeiern.
Kurze Begrüßung des Meisters, der meinte, dass es heute ein ganz besonderer Abend wäre, der erste nämlich in dieser Besetzung und dann auch noch in Hannover Germany........die erste Überraschung wurde angesagt, aus dem Jahre 1976 „The Ripper“ für mich, der das Unleashed In The East Album ungefähr schon 12.000 mal rotieren ließ, natürlich Gold in meinen Ohren !!! Gespannt hörte ich natürlich die ersten Zeilen, denn da kommt es nun wirklich auf den Gesang an, und der Meister hat’s wirklich gepackt, der Wechsel zwischen Kopf und Sprechgesang stimmte, Kult !
Dann gab es leider einen kleinen Dämpfer , „Touch Of Evil“ vom Painkiller Album brach die Stimmung in der Halle doch sichtlich, zu dem muß ich leider doch mal die rosarote Fanbrille abnehmen und zugeben , dass Rob Halford bei diesem Song doch mal die Mickey Mouse Stimme zeigte, sprich hier saßen die hohen Töne leider nicht wirklich perfekt, das Gleiche hörte man auch beim Folgesong „The Sentinel“ heraus.
Es war schon zu merken, dass unserem „Metal God“ die etwas älteren Songs gesanglich besser zu Gesicht standen, teilweise sang er etwas verhalten, setzte seiner Stimme ganz bewusst klangliche Akzente, die dann auch noch durch Technik und Hall besonders in Szene gesetzt wurden. Aber, gab es das bei ihm nicht früher auch schon...? So auch bei „Turbo Lover“ mit dem ich eher nicht gerechnet hatte, auch wenn das eher die poppigere Phase ist, unser Robbie wieder mit neuem Ledermantel bekleidet, etwas lustige Pirouetten drehte, so brilliert Glenn Tipton doch auch hier auf ein neues im Gitarrensolopart. Dann gab es noch einen weiteren Beweis, dass Rob Halford immer noch DIE Stimme in der Metal Welt ist und hoffentlich auch bleibt. „Victim Of Changes“ ebenfalls in der bekannten Unleashed In The East Session Version, was will man mehr ? Wenn das Konzert jetzt zu Ende gewesen wäre, wer mir das auch egal gewesen, auch wenn sich hier der erste von zwei kleinen Verspielern an der Gitarrenfront eingeschlichen hatte , bei solch einem Song ist alles verziehen , schließlich ist das heute Abend ja auch Live und gerade solche Momente machen die Sache ja erst zum Erlebnis für den süchtigen Sammler und „Ich hab eigentlich schon alles Live erlebt“ Fan. Wahrscheinlich haben die Herren Gitarristen Tipton und Downing sich an ihre Flowerpowerzeiten in den 60er erinnert , als sie die Setlist für diese Reunion Tour zusammengestellt haben, anders ist es eigentlich nicht zu erklären, wie man auf die Idee kommt dem Volk eine Gänsehaut Halb - Acoustic Version vom alten Joan Baez Klassiker „Diamonds And Rust“ zu präsentieren. Die Stimme von Rob Halford erklingt mal wieder unnachahmlich ! (Diese Version bitte dringend auf die nächste Single B – Seite !!!) Eben noch in alten Erinnerungen schwelgend , wird hier auf einmal zum Gesetzesbruch aufgefordert. „Breaking The Law“ als eine der Priest Hymnen überhaupt kam dann doch etwas überraschend und unvermutet an dieser Stelle, sollte das etwa schon das Ende bedeuten ? Mit „Beyond The Realms Of Death“ gab es noch einmal Herzschmerzfeeling auch für die ganz Harten und mit „The Green Manalishi“ wurde ein weiteres mal der geneigte 70er Jahre Priest Fan verwöhnt.
Nach dem Halford bei jedem zweitem Song einen neuen mit Nieten besetzten Ledermantel präsentiert hatte, gab es zum Schluss wie in alten Zeiten passend zu „Painkiller“ eine neue Lederjacke zu bestaunen, auch diese blinkte schön von Nieten besetzt im Scheinwerferlicht. Man bedankte sich höflich und verschwand erst einmal von der Bühne. Dem Jubel der Fans nach, wollte eigentlich ein jeder noch eher ein paar Stunden mehr Priest. Die ließen sich auch nicht lange bitten und als Rob Halford seine Neigung diesmal wieder öffentlich freien lauf ließ und mit bekannter Ledermütze und Motorrad auf die Bühne rollte , kann natürlich nur ein Song folgen „Hellbent For Leather“ , der dann , oh Wunder, in „Living After Midnight“ in einander überging.
Rob Halford tanzte und drehte sich und forderte die Menge auf doch nun „United“ We Stand One And All zu singen. Nach dem die Kehle des Schreibers sich gerade erst von der letzten Erkältung erholt hatte , musste sie natürlich noch mal voller in Brunst herhalten und ,wie kann es anders sein, „You’ve Got Another Thing Comin’ „ zum besten geben. Auch wenn die Halford Soloauftritte von der Songauswahl mehr Überraschungen geboten haben, ein super Abend, der mir als alter Priest Fan riesig Spaß gebracht hat, aber was soll’s , geniale Songs kann man eben ruhig auch tausendfach hören, auch wenn es immer die Gleichen sind.........
Ich denke das nach dem Übergalaktischen Sound, der tollen Stimmung in der Halle, jeder Hetero bereit ist seinen Arsch herzugeben um solch einen Abend noch einmal erleben zu dürfen. Ich bin auf jeden Fall dabei und extrem gespannt auf das neue Album, das da folgen soll.
Nico K.
Setlist Tour 2004 Setlist Painkiller Tour 1991
The Hellion / Electric Eye Hellbent For LeatherMetal Gods GrinderHeading Out To The Highway The Hellion / Electric EyeThe Ripper All Guns BlazingTouch Of Evil The SentinelThe Sentinal Metal GodsTurbo Lover NightcrawlerVictim Of Changes The RipperDiamonds And Rust Beyond The Realms Of Death Breaking The Law Riding On The WindBeyond The Realms Of Death Drum SoloThe Green Manalishi Touch Of EvilPainkiller Victim Of Changes
-------- Painkiller
Hellbent For Leather Green ManalishiLiving After Midnight United Breaking The LawYou’ve Got Another Thing Comin’ Living After Midnight You’ve Got Another Thing Comin’
Setlist Turbo Tour 1986
Out In The ColdLocked In (Kultversion !)Heading Out To The HighwayMetal GodsBreaking The LawLove BitesSome Heads Are Gonna RollThe SentinelPrivate PropertyRock You All Around The WorldThe Hellion / Electric EyeTurboParental GuidanceFreewheel BurningVictim Of ChangesThe Green Manalishi -------Living After MidnightYou’ve Got Another Thing Comin’Hell Bent For Leather
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Nektar 22. April 2004 Hamburg Fabrik
Noch ein Konzert Highlight in diesem Jahr, die Evolution Tour der alten 70er Veteranen Nektar. Nach der jahrelangen Abstinenz , gab es 2002 ja schon mal eine laute Rückmeldung in Form einer Greatest Hits Live CD .
Nun endlich auch in Deutschland auf Reunion Tour, fanden sich leider nur ca. 200 Endvierziger in der Hamburger Fabrik ein. Ohne Vorgruppe lief die fast Originalbesetzung aus den Anfangstagen (Mit Derek Moore gab es einen neuen Bassspieler) in aller Ruhe auf die Bühne , begab sich an die Instrumente und legte schon mal phänomenal mit der ersten 15 Minuten Nummer „Tab In The Ocean“ los.
Nach dem langen „Desolation Valley“ gab es auch gleich den ersten Teil des Übersongs „Remember The Future“, Prog-Rock in aller feinster 70er Manier, glasklarer Sound und Roye Albrighton bewies das seine Stimme und sein Gitarrenspiel an diesem Abend in Topform war. Nach dem mich die ersten 40 Minuten so richtig schön in Frickelstimmung versetzt hatten , wurden mit den folgenden psychodelic / acoustic Nummern „Now“ , „Telephone“, „Angel“ und „Man On The Moon“ eine gewisse Unterbrechung ins Konzert gebracht. Komisch, wenn man die Musik des Abends als Gesamtheit sieht macht das Sinn, in dem Moment fühlte sich das allerdings wie ein brutaler Ausschalter an. Die Meute jubelte trotzdem und wurde mit dem zweiten Teil von „Remember The Future“ auch gekonnt entschädigt. Leider muß ich zugeben , ist mir die Coverversion von Iron Maiden des Nektar Songs „King Of Twilight“ um einiges geläufiger im Ohr, doch was die älteren Herrschaften hier bei heute Abend abzogen , ließ nicht nur meine Kinnlade offen stehen. Genial ! Da Anfang des Jahres schon mal die ersten Alben in neuer Remastered Version auf die Menschheit losgelassen wurde, durfte natürlich auch das „Recycled“ Wunderwerk nicht ausgelassen werden. Mit der Ankündigung, dass dies auch der erste Song gewesen sei, der überhaupt und dann auch noch in Hamburg geschrieben wurde, folgte die kompletten ersten Lp Seite und beendete als weiterer Höhepunkt die Show. Das schreit natürlich nach mehr und so endete dann auch ein sehr gutes 2 ½ Stunden Konzert mit „Fidgety Queen“ und „Good Day“. Warum bei der Stimmung , die in der Halle beim Publikum ausgelöst wurde, allerdings „That’ Life“ und „Show Me The Way“ von der Setlist nicht den Weg in die willigen Gehörgänge der Leute fand , bleibt leider als große Frage offen. Vielleicht gibt es ja tatsächlich noch ein nächstes Mal. Ich bin dabei !
Nico K.
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Subway To Sally/Waltari Halle 400 in Kiel
Zuerst einmal möchte ich meinen Frust über diese unfähigen Veranstalter bzw. die Security loswerden. Das Konzert sollte lt. Karte um 20.00 beginnen. Wieso schaffen diese Leute es nicht, die angereiste Fanschar bis zum Beginn des Konzertes in die Halle zu lassen!!!! Man weiß doch an Hand der verkauften Tickets wie voll die Halle sein wird. Es war mit großer Wahrscheinlichkeit ausverkauft!!! Dementsprechend früh kann man dann mit dem Einlass beginnen. Das kann doch soooooo schwer nicht sein.....
Dies ist ja leider kein Einzelfall!!! Die zuständigen Leute sollten sich fragen wer Sie eigentlich bezahlt!!!! Und bei den heutigen Eintrittspreisen kann man wohl verlangen alles für sein Geld geboten zu bekommen!!!!!!!!!!!!!
Zu Beginn von Waltari, um 19.55 Uhr!!!!, standen noch unzählige Fans vor der Halle und warteten auf Einlass. So auch der Verfasser dieser Zeilen. Dank der „guten“ Organisation durfte ich dann um 20.10 „rechtzeitig“ die Halle betreten.
Waltari spielten bis ca. 20.40 ihre lustige Mischung aus Techno/Pop/Crossover-Metal. Die Stimmung war Super. Man sah sogar ´ne ganze Menge Leute pogen und headbangen. Der Sound war noch nicht sooo toll aber das tat der Spiellaune der Finnen keinen Abbruch. Besonders Sänger Kärtsy Hatakka tat sich wieder einmal besonders durch sein Aussehen (rote, koboldhafte Frisur) und gebaren hervor. Seine witzigen Ansagen sowie seine positive Ausstrahlung sind hauptsächlich der Garant für den Spaßfaktor der Band. Mitte der 90er gehörten Waltari deshalb nicht ohne Grund zur Speerspitze der Crossover-Bewegung. Das sie eine hervorragende Live-Band sind haben sie auch an diesem Abend wieder bewiesen. Obwohl so manch einer, des vorwiegend jüngeren Publikums, auf Grund der unkonventionellen, das Genre überschreitende Musik von Waltari, doch etwas „überfordert“ war. Die Songauswahl bestand hauptsächlich aus ihrem aktuellen Album „Rare Species“. Zum Abschluss gab’s dann aber noch den Song „Atmosfear“, der zu Ihren bekanntesten zählt. Drei Jahre lagen zwischen dem letzten (2001) und dem aktuellen Album. So manch einer dachte bestimmt, dass Waltari nicht mehr existieren! Mit „Rare Species“ und der momentanen Tour haben sich Waltari eindrucksvoll zurück gemeldet. Hoffentlich kommen die Jungs bald wieder!!
Nach einer kurzen, etwa 25 minütigen, Umbaupause erschallt gegen ca. 21.05 das Intro von Subway To Sally. Während Suchscheinwerfer die Halle in ein blaues Lichtermeer verwandeln, betritt die Band unter lautem Jubel die Bühne. Subway beginnen das Set mit dem Song „Geist des Kriegers“ aus dem aktuellen Album „Engelskrieger“. Zu Beginn des Songs steigen mehrere riesige Flammensäulen auf, lassen die Bühne kurzeitig wie ein einziges Flammenmeer erscheinen und das Publikum eine gewaltige Hitzwelle spüren. Weiter ging’s dann mit „Knochenschiff“. Der Sound ist gut. Alle Instrumente sind gut zu erkennen und es ist nicht zu laut. Besonders Schlagzeuger David Pätsch treibt die Band mit seinem tighten Spiel exzellent voran. Dann kommt als erste Verschnaufpause das wunderbare „Rose im Wasser“.
Erste „Höhepunkte“ des Abends sind die beiden aufeinander folgenden Songs „Die Schlacht“ und „Veitstanz“. Bei letzterem verwandelt die Halle sich in ein „Tollhaus“. Es wird gehüpft, gejohlt, lauthals mitgesungen, im Reigen getanzt, das einem Angst und Bange werden kann!! Unglaublich!! Das befand auch Simon, Gitarrist, mit seinem Statement: “Von wegen kühler Norden“, welches er nach besagtem Song an das Publikum richtete. Ein Wunder das die Halle nicht zusammenbrach!
Die Band legt während des gesamten Konzertes eine unglaubliche Spielfreude an den Tag. Ob nun Frau Schmitt, mit ihren wunderschönen Violineinlagen, der charismatische Sänger Eric Fish, dem das Publikum von Beginn an aus der „Hand“ frisst, bis hin zu den anderen, nicht minder wichtigen, Bandmitgliedern. Alle sieben Bandmitglieder, bis auf Frau Schmitt, beherrschen mehre Instrumente (Dudelsack, Drehleier, Schalmei, Mandoline) und setzen diese im Laufe des Abends auch gekonnt ein. Man merkt Ihnen den Spaß am „musizieren“ an. Das Publikum ist vom ersten Ton an voll dabei, ist sehr textsicher und lässt den Funken auf die Band überspringen. Subway to Sally waren früher dafür bekannt hauptsächliche mittelalterliche Themen in ihren Texten zu verwenden. Dies hat sich mit dem aktuellen Longplayer „Engelskrieger“ radikalt verändert. Sowohl Sound als auch die Thematik sind aktueller bzw. moderner geworden. Das Setlist spiegelt dann auch die Gratwanderung zwischen alten und neuen Songs wieder. Wobei die Songs aus dem aktuellen Album und dessen Vorgänger „Herzblut“ (jeweils 5!) überwiegen.
Dennoch werden natürlich auch die „alten“ Klassiker wie „Herbstzeit“, “Traum vom Tod“, „Ohne Liebe“, etc. berücksichtigt. Beim Song „Herrin des Feuers“, wird auf der Bühne ein Lagerfeuer in Form von rot angestrahlten, riesigen aufblasbaren Luftschlangen, dargestellt. Die Atmosphäre der einzelnen Songs wird somit auch visuell wunderbar umgesetzt. Bei „Herbstzeit“ kommen die beiden Gitarristen mit riesigen Flammenwerfern auf die Bühne und verwandeln die Halle in einen einzigen Glutofen. Subway ziehen im Laufe des Konzertes gekonnt alle Register und beweisen ein ums andere Mal, dass sie wissen was das Publikum von Ihnen verlangt.
Nach 85 Min ist der Spuk erst einmal vorbei Das Publikum skandiert nun lautstark die berühmten Zeilen aus „Julia und die Räuber“: Blut, Blut..Räuber saufen Blut; bis die Band zur Zugabe wieder erscheint.
Es folgen 3 Zugabeblocks!! mit ca. 35 Min Spielzeit. Unter den Zugaben befinden sich u.a. die uralten Songs „Grabrede“, „Arche“ sowie natürlich der Klassiker schlechthin „Julia und die Räuber“. Ein jeder der Subway to Sally schon einmal live erleben durfte, wird wissen was sich bei diesem Song im Publikum abspielt....
Nach ca. 2 Stunden, in dem Subway wirklich alles gaben, war dann leider Schluß. Sowohl Band als auch das Publikum verließen den Ort schweißgebadet und sichtlich zufrieden. Auf der Homepage der Band (Subwaytosally.de) ist von Eric ein Eintrag im Tourtagebuch über dieses Konzert zu finden!!! Ein gelungener Abend mit zwei fantastischen Bands, einem begeistertem Publikum ging zu Ende. Subway To Sally dürfen bzw. müssen beim nächsten Mal wieder in Kiel halt machen.
Setlist
IntroGeist des KriegersKnochenschiffRose im WasserKruzifixTraum vom Tod2000 Meilen unter dem MeerDie SchlachtVeitstanzKleid aus Rosen (akustik)Haughs of CromdaleHerbstzeitSabbatMephistoKleine SchwesterHerrin des FeuersUnsterblichOhne LiebeFalscher Heiland1. ZugabeHoroWenn Engel hassenHenkersbraut2. ZugabeGrabredeRäuber3.ZugabeAbendlandArche
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Glenn Hughes & Joe Lynn Turner
Am 4.4.2004 Hamburg -Fabrik
Line Up:
Glenn Hughes - Bass, GesangJoe Lynn Turner - GesangThomas Broman - SchlagzeugJJ Marsh - GitarreKjell Haraldsson - Keyboard
Früher war doch alles besser, natürlich auch die Musik! Aus diesem Grunde mussten sich zwei Musikfreaks auf den Weg ins ferne Hamburg machen, um dort in einer der ungünstigsten Hallen Deutschlands, die alten Helden Glenn Hughes und Joe Lynn Turner zu erleben. Ungünstig deshalb, weil die Bühne viel zu niedrig ist und einem zusätzlich auch noch ganz tolle Pfeiler die Sicht versperren können. Egal, da eh nicht so der große Andrang von uns erwartet wurde, kann man ja auch Glück haben und locker irgendwo vorne stehen.
An der Halle angekommen, überraschte erst einmal ein Schild mit der Ankündigung, dass das Konzert auf jeden Fall pünktlich um 21,00 h beginne und genauso schnell das Ende um 22,30 h androhte. Na ja, wir werden sehen. Als dann so ca. 21,05 h die ehemaligen Deep Purple Musiker die Bühne betraten und ohne großartiges Gehabe mit "Hold On" von ihrem neusten Album HTP2 und "You Can't Stop Rock 'n Roll" vom Vorgänger begannen, gab es natürlich kein Halten mehr bei dem Mitdreißiger Publikum da wurde dann schon mal der Kopf im Rhythmus Genickt. Leider hörte wohl ein jeder doch recht schnell, das die Stimme von Mr.Turner an diesem Abend doch deutlich versagte. Kein Ton saß und er hörte sich doch eher heiser, krächzig und vor allem auch, um einiges leiser als Glenn an. Sehr schade, aber nach bereits 27 absolvierten Auftritten dieser Tour, sei ihm die Schwäche hier mal verziehen. Der Meister selbst oder anders gesagt, die selbsternannte "Voice Of Rock" Glenn Hughes hingegen, wurde von Minute zu Minute immer besser. Bestens gelaunt wurde in wilder 70er-Manier gepost was das Zeug hielt. Der absolut-stimmliche Höhepunkt allerdings wurde wieder einmal mit dem alten Deep Purple Klassiker "Mistreated" dargeboten. Nicht nur während des Songs wurde die Tonleiter perfekt rauf und runter gesungen, sondern das Liedende musste doch immer wieder hinausgezogen werden, in dem Mr. Hughes mit seiner rechten Hand immer wieder vorgab, wie hoch oder tief die folgenden Töne aus seinem Mund kommen sollten und erstaunlicher weise auch kamen.
Nach dem der Rainbow Hit "I Surrender" der begeisterten 200er Scharr in sehr lautem, aber klarem und druckvollem Sound um die Ohren geblasen wurde, meinte Glenn Hughes, jetzt wäre die "Tommy Bolin Time": Genial, den Beiden zugereisten Musikfreaks sprang natürlich sofort das Gitarrengniedelherz auf. JJ March, der sonst in Glenn Hughes eigener Band zu Hause ist und mit einem Tommy Bolin Shirt bekleidet war, ließ die Fender entsprechend perfekt, wie übrigens den ganzen Abend über auch, sprechen. "Gettin' Tighter" vom Deep Purple Album Come Taste The Band gab es heute Abend in einer besonders schnellen Version. Klasse mehr davon!! Leider wurde die Zeitmaschine noch weiter zurückgedreht, wogegen eigentlich ja auch nichts spricht, doch wer braucht heutzutage noch ein Drumsolo? Und dann auch noch als Unterbrechung bei solch einem Stück wie Gettin' Tighter?! Egal, "Death Alley Driver" von Rainbow, ebenfalls recht schnell gespielt, entschädigte uns doch ziemlich gut für das überflüssige Drum-Solo. Auf einmal war der Spuck auch schon vorbei, die letzten beiden Zugaben "Spotlight Kid" und "Burn" (Rainbow/ Deep Purple) hallten noch nach und weg waren sie die Helden, aber nicht ohne zu versprechen, doch im nächsten Jahr wieder kommen zu wollen.
Na, wenn das nichts ist. Leider musste ich noch erfahren, dass auf Grund der stimmlichen Probleme von J.L.T., 3 (in Worten drei!!!) Songs von der Setlist gestrichen worden sind. Verdammt was soll das? Hätte doch uns Glenn singen können....... Da muss doch wieder etwas gut gemacht werden, seien wir gespannt und vielleicht gibt es im nächsten Jahr auch wieder einen Song aus der Glenn Hughes- Black Sabbath Phase zu hören. oder Glenn kommt beim nächsten Mal gleich mit Tony Martin (ehemaliger Black Sabbath Sänger) in Begleitung auf Tour........
Setlist:
Hold OnCan´t Stop Rock´n RollLosing My HeadAlone I BreatheMistreatedI SurrenderGetting TighterDeath Alley DriverStormbringerSpotlight KidBurnDevil`s RoadVon der Setlist leider gestrichenStreet Of Dreams You Keep On MovinRide The Storm
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Mittowch 11.02.2004 THE DARKNESS
12.00: Mittagspause;Schnell'n Sixpack für die Autofahrt besorgt.
18.30: Feierabend;Auf zum Treffpunkt (Vorfreude groß)
18.40: Abfahrt;5 Leute (Dennis,irgendein Engländer,Guido,Helmut und ich)machen sich erwartungsvoll auf den Weg nach Hamburg.Während der Fahrt wird dat Sixpack vernichtet.
19.45: Ankunft HH;Abmarsch zur Freiheit.
19.55: Frierend vor der Halle auf Einlass wartend.Noch nicht sooooooo viel vor der Halle los!!!
20.05: Einlaß!!!!!!!!!!!!!(HURRRRRRRRRRRRRAAAAAAAA!!!!!!!!)
Nach dem üblichen Prozedere begeben wir uns sofort zum Konsum- bzw. Merchandise-Stand.T-Shirts (23,-- Euronen!!!!!!!!!!!) und andere Artikel werden begutachtet und in Gedanke rechne ich schon mal durch wie es mit meinen Finanzen steht.Ein Blick in's Portomonnaie verschafft mir Sicherheit.Will sagen, wenn dat Konzert gut wird, MUSS!!! ein T-Shirt her......... Danach schnell einen guten Platz direkt vorm Mischpult gesichert und noch'n Bierchen organisiert.Während der Wartezeit auf die ebenso englische Vorgruppe "The Wildhearts" dröhnen ausschließlich Thin Lizzy Songs aus der PA.Klasse denken wir, endlich mal gute und passende Musik als Einstimmung auf den Top-Act.Perfektes Retrofeeling macht sich unter uns breit und die eine oder andere Konzertanekdote aus den guten,alten Zeiten macht die Runde.
Währenddessen füllt sich die Halle langsam aber sicher.Dat Konzert ist total ausverkauft und wurde auf Grund der starken Kartennachfrage vom Grünspan inne Freiheit verlegt!!(Ein Glück, denn dat Grünspan wäre aus allen Nähten geplatzt!!!).
Dat Publikum ist ziemlich gemischt.Jung-Metaller (mit nagelneuem,frisch aussem Druck kommenden "Too Fast For Love"T-Shirt!! und ähnlichen Motiven) treffen auf Alt-Metaller, zu denen wir ja leider auch schon zählen.Ein paar "Normalos" sind auch darunter.....
ca. 21.00: The Wildhearts entern die Bühne um ein ca. 40 minütiges Set zu bestreiten.Die Band wurde 1989 in England gegründet und hatte sich 1997 zwischenzeitlich aufgelöst um sich dann im Jahre 2001 wieder zun reformieren.Ein neues Album "Riff After Riff" ist seit 09.03.04 auffem Markt!!Ob auch in D muss ich noch checken.Hier in Deutschland ist diese Band weitgehenst unbekannt, da ältere Alben hier bei uns auch nicht mehr erhältlich sind.
Der Auftritt ist durchwachsen, was man auch an der verhaltenen Reaktion des Publikums merkt.Das Set zeichnet sich durch eher soliden, teilweise etwas langweiligen Hardrock aus.Der Sound ist okay.Am besten gefällt mir persönlich der letzte Song. Dieser Song sticht besonders durch seinen Stil, der eher in Richtung Metal ala Pantera geht, aus dem eher traditionellen,biederen Hardrockstil des gesamten Sets heraus.Da ich die Band vorher nicht kannte, kann ich auch nichts zum Setlist dieses Abends sagen.
Nachdem Auftritt der Wildhearts werden wieder schöne,alte Klassiker von Thin Lizzy über die PA gejagt (Wunderbar!!!).Dat verkürzt die Wartezeit ungemein....
ca. 22.10: Dat Hallenlicht geht aus und hinter dem weissem Bühnenvorhang sind die Schatten der einzelnen Musiker zu erkennen.Unter lautem Jubel fällt der Vorhang und die Band startet das Konzert mit einer Instrumentalversion vom ABBA!!!!!!-Song "Arrival".Sehr mutig, tut der Stimmung aber keinen Abbruch.
Was nun folgt, ist eine wunderbare Zeitreise in die "guten,glorreichen, alten Tage" des Hardrocks der siebziger/Frühachtziger .Man(n) fühlt sich bzw. wir fühlen uns alle wieder wie blutjunge 16 Lenze,die Matte ist wieder lang und wir haben einfach wahnsinnig Spaß mit The Darkness!!!!!!!!
Der Gitarrist Dan (Bruder des Sängers Justin) trägt tatsächlich ein kultiges Thin Lizzy Shirt und erinnert durch sein "Stageacting" während des gesamten Konzertes doch sehr an Malcolm Young..... Justin trägt, wie im Video von "I Believe In A Thing...",ein Shirt/Hemd wat vorne sehr tief ausgeschnitten ist und doch sehr an Queen bzw. Freddie Mercury erinnert.Dazu die passende Poserhose.Glamlook halt. Passt aber hervorragend zur Musik.....
Die Stimme von Justin kommt live genauso rüber wie auf der CD.Bei den ersten drei Songs ist die Stimme etwas zu leise abgemischt, danach aber glasklar zu hören.Die Songs des Sets bestehen hauptsächlich (Watt'n Wunder!!) aus dem aktuellen Album "Permission To Land" sowie aus den nur auf der Single "I Believe In A...." erhätlichen Songs "Makin Out" und "Physical Sex".
Die Band glänzt während des gesamten Sets durch Spielfreude.Man merkt The Darkness an, daß sie sich in Hamburg bzw. auf der Bühne wohl fühlen.Alle Musiker scheinen sichtlich begeistert von der Resonanz des Hamburger Publikums und spielen sich in einen richtigen Rausch.
Vereinzelte, kurze Ansagen unterbrechen nur unwesentlich dieses wunderbare Konzerterlebnis.Lustig ist die Ansage zu "Get Your Hands Off My Woman", in der Justin mehrmals das völlig jugendfreie Wort "Cuntfucker" belustigt ins Mikro schreit. Was dann auch jedesmal prompt und lautstark vom Publikum begeistert wiederholt wird............(Remember Twisted Sister???!!!). Der Song ihrer aktuellen Singel "I Believe In A...." beschließt dann auch das reguläre Set.........Bei diesem Song trägt Justin dann auch eine Glamhose mit riesigen,glitzernden Stern auffem Schritt und einem Schwanz hinten dran (Echt wahr!!!)Sieht echt belustigend aus........;-) Die Spielzeit beträgt gerade mal ca. 55 min.!!!!!!!!
Nach kurzer Wartezeit und lautstarken Zugaberufen, entert die Band nochmals die Bühne um 2 weitere Songs in's Publikum abzufeuern:"Giving Up" (hervorragender Rocker, vom feinsten) und "Love On The Rocks With No Ice".Danach ist dann leider endgültig Schluß (Schade, an so eine feine Zeitreise kann man sich gewöhnen).
Einziges Manko ist die doch leider ziemlich kurze Gesamtspielzeit von 65 Min.Die ein oder andere Coverversion (macht doch heute sonst jede Band) sowie der fehlende Albumtrack "Holding My Own" hätten das ganze doch etwas mehr abgerundet!!!!!!!!!!!!!
Egal.Trotzdem hat man beim Verlassen der Halle nur zufriedene Gesichter,einschliesslich unserer, sehen können.Tja, wie vorhin schon angekündigt, kam nun der obligatorische Gang zum Konsumstand um sich ein Tourshirt unter den Nagel zu reissen(Wat mut dat mut).
Während der Heimfahrt nach Kiel haben wir uns alle noch köstlich über dieses Retro-Konzert amüsiert. Mir jedenfalls hat es sehr gefallen und ich hoffe die Band ist keine sogenannte "Eintagsfliege".
Hoffen wir das Beste für uns,den Rock'n'Roll, und die Band.
"It's Only Rock'n'Roll but I/We Like It".........
Alechz
SETLIST:
Bareback (Single Track "Growing On Me",UK Version/Non Album Track)Black ShuckGrowing On MeBest Of Me(Single Track "Get Your Hands Off My Woman",UK Version/Non Album Track)Makin' Out (Single Track "I Believe In A Thing Called Love"/Non Album Track)Love Is Only A FeelingPhysical Sex (Single Track "I Believe In A Thing Called Love"/Non Album Track)Get Your Hands Off My WomanStuck In A RutFriday NightI Believe In A Thing Called LoveZugabe:Giving UpLove On The Rocks With No Ice
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Ein (Konzert) Tag im Leben des Alex ARCH ENEMY HAMBURG
Eigentlich fing der Tag gestern schon beschissen an.Um 12.00 kam der Kollege mit dem ich zu Arch Enemy fahren wollte in den Laden, um mir mitzuteilen er könne doch nicht fahren:-(.Nun begann Klein Alex etwas hektisch zu werden und diverse Flüche aussstoßend ging ich dann in die Pause, schnappte mir mein Handy und fing an (hoffend und bibbernd) mein Telefonbuch zu greifen um diverse in Frage kommende,Autobesitztende Kandidaten anzurufen..... Mein erster Anruf galt Herrn Schmahl, der etwas schwächelte und mir mitteilte er hätte noch an den "Nachwehen" vom Jet -Konzert zu leiden.....(scheiße dachte ich, dat wird wohl noch etwas schwierig jemanden zu finden...). Im Laufe des Gespräches kam mir der Gedanke meinen Straßennachbarn Peer anzurufen....Schmahlimann meinte auch, dat wär wat für ihn...Gesagt, getan.Peer angerufen und der sagt tatsächlich zu....(Tirili welch Glückes Geschick dachte ich mir so) Also wie abgemacht schnell nach Hause (JA!ZU MIR!!!!!!!!!!) kurz Twisted Sister Shirt angezogen und sich nochmal sooooo richtig ausgeschissen.... Da klingelt dat auch schon......
Also rin innet Auto und los gings....Schön Falkenbach gehört (goiler Pagan Metal aus Norwegen.Muss alle Scheiben haben)....Sind wirklich gut die Jungs.Also, Alex sich gemütlich im Auto seine Brote reingezimmert und ordentlich mit Peer über goile Musik gelabert.......(fachgespräche halt...). Während der Fahrt, so ca. 30 Km vor Hamburg, plötzliche Ratlosigkeit wegen des plötzlichen Aufleutens der Batterieanzeige und der Bremse!!!!!!!!!!!.............Die fröhliche Stimmung war sofort einer bangen Frage gewichen:Wat is mit dem Auto los......Kommen wir rechtzeitig bzw. überhaupt in HH an??????????Es war 20.18 Uhr.Nachdem wir die Musik ausgemacht hatten und auf wirklich jedes Geräusch des Wagens geachtet hatten und wir nüx ungewöhnliches festgestellt haben fuhren wir etwas beruhigter weiter...'Trotz der permanent leuchtenden Anzeigen........ Peer überlegte noch an der nächsten großen Tanke auffer Autobahn zu halten, unterließ es aber auf Grund des Zeitdruckes.... Kurz und gut wir fahren in Stellingen ab und plötzlich wird dat Licht des Amaturenbrettes sowie die Autoscheinwerfer immer schwächer..........Bangen macht sich in uns breit........Rauf auffe Tankstelle.Wagen aus.Fragend blickten wir uns an....Peer: Wat iss'n los mit dem Auto??Ick verstehe garnüx mehr....Mal sehen ob der Wagen wieder anspringt??Zundüng an......Nüx passiert außer das berühmte Geräusch eines nicht anspringen wollendes Auto..........(Mordgedanken jagen durch mein Hirn...Ich töte das Auto!!!!!!!!!!!Peer völlig hilflos:Ich ruf ma den ADAC an..........(Uhrzeit: 20.38)Dat Konzert verschwand in weite Ferne und wir stellten uns eher die Frage: Kommen wir heute noch wieder heil nach Kiel???
Peer raus aussem Auto und rin inne Tankstelle........Mir schießen tausend Gedanken durch den Kopf: Wat für'n Pech klebt mir den heute an den Hacken!Erst springt mir der erste Fahrer ab und jetzt noch diese Scheiße...........
Peer zurück ausse Tankstelle mit der Auskunft dat gleich der ADAC vorbei kommt..........Peer probiert nochmal die Zündung!!!!!!!!Wunder,der Wagen springt anstandslos an.........Unsere Gesichter müssen dermaßen blöde ob dieser Tatsache ausser Wäsche geguckt haben......Frage:Warten auf'n ADAC oder wegen des Zeitdrucks los zum Konzert???Wieso springt die Scheißkarre jetzt anstandslos an.........
Fragen über Fragen die nur der liebe Gott beantworten kann........Nach kurzer Beratung einigen wir uns darauf auf den ADAC zu warten und ab zu McDo neben der Tankstelle zu gehen .Frustsauften im Form von einer Cola........(BÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄH) 10 Min später kommt ein Taxi und will uns Starthilfe leisten(Wurde vom ADAC geschickt!)Tolle Hilfe!!!!!!!!Wir wussten ja dass der Wagen anspringen wird....Also gute Miene zum bösen Spiel gemacht und uns die völlig überflüssige Starthilfe vom ahnungslosen Taxifahrer geben lassen............... 21.oo (Scheiße war mein erster Gedanke!!!!!!)Stampin Ground (goile Speed-Metal Band a la Slayer) spielen bestimmt schon.............(AAAAAAAAAAAAAAAArrrrrrrrrrrrrrrrrrrgggggggggggggghhhhhh) Dat war der Hauptgrund warum ich dahin wollte..........Hüüüüüüüüüüülfee ich hasse diesen Tag!!!! Wagen springt logischerweise an..........Peer gibt Gas.........kurz vor dem Logo fängt dat gleiche Spiel mit dem Wagen wieder an KACKE!!!Auf letzten Meter beim Logo 'n Parkplatz gefunden und zum Logo gespurtet. Uhrzeit:21.10!!!!!
Vorm Logo ein Plakat gesehen wo noch'ne Vorband angekündigt wird: Zyklon(übelster Norwegen-Metal und eintönig noch dazu.......doch dazu später)Juchuu dachte ich, dann sehe Stampin Ground ja doch noch........Ein zweiter Blick auf das Plakat trifft mich wie ein Hammer:Beginn 20.30!!!!!!!!und die Reihenfolge der Bands:Stampin Ground,Zyklon,Arch Enemy................... Rein innet Logo mit der Hoffnung, daß dat nich wahr iss.........Anne Kasse frage ich: wer hat schon gespielt??Eine Band, die prompte Antwort...Etwas lauter von mir: WELCHE BAND????Schulterzucken ist die Reaktion.......... Also den erstbesten Headbanger im Laden gefragt und dann die niederschmetternde Antwort:Stampin Ground haben schon gespielt................(/&§/&/)(=)(/&WUTAUSBRUCH DER NICHT WIEDERGEGEBEN WERDEN KANN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!)
Dat Leben iss sooooooooooo ungerecht..................
Also, Bierchen geholt....Leute angeguckt..........Zyklon entern die Bühne des gut besuchten Logo's.Nach ca. 15 Min macht sich Langeweile bei mir und Peer breit....Peer probiert seine neue Digitalkamera aus...Kriegt aba kein vernünftiges Bild hin.............nach 'ner halben Stunde gehen wir gemeinsam vor's Logo, da uns die Musik von Zyklon zu anspruchsvoll und progressiv war;-)....Arschkalt aba immer noch besser als die Musik von Zyklon......... Nachdem Zyklon fertich sind wieda rein innet Logo.Spannung macht sich unter dem Publikum breit...Wird Angela live genauso "singen" wie auffe letzten Platte????20 Min Umbaupause.............Und dann kommt dat Intro........... Der Mob tobt und jubelt und plötzlich entert dat blonde Gift mitsamt Band die Bühne um dem freudig erregtem Publikum gleich zwei Hammerharte Songs um die Ohren zu prügeln.........(Fetter Sound und wahnsinnig tight eingespielte Band!!!!).........Meine Hochachtung!!!!!!Der Gesang ist nich so mein Ding.........Und sie "singt" tatsächlich sooooo heftig wie auffe Platte (unglaubliches organ hat die Lady).Da wir ja nun später gekommen sind, hatten wir natürlich auch nich gerade die besten Sichtplätze.........(Nico weiß wovon ich spreche......)Dann die erste Ansage der Frontsau...........Die Band ist krank (erkältet)....Sie hat eine Mandelentzündung(kein Wunder bei dem "Gesang" hätte ich die auch....) und sie hätte "Bluthusten"(na, Prost Mahlzeit dacht ich nur so für mich!!!Dat wird'n kurzes Konzert war mein 2. Gedanke)Passt ja zum ganzen Tag.............
So, weiter genial geschreddert,gerockt,gespeedet,getrashed.........Wie gesagt, die Rythmussektion ist hervorragen eingspielt....Der Gitarrist beherrscht die gesamte Palette von gefühlvollen bis ultraheftigen Slayersoli...........Der Sound ist 'ne glatte 1 und über Angelas Gesang kann man sich streiten..........
Nach ca. 30 Min. die Ansage von Angela ihr Stimmer verabschiedet sich immer mehr...........(Wo iss'n die die gesamt Zeit gewesen......Kein Wunder bei dem Growling...........) und nach ca. 44 Min verabschiedet sich die Band!!!!!!!!!!!!!!Publikum war während der Songs eine einzige moshende Masse.. und jubelt und schreit jetzt die Band zurück auffe Bühne.............2 Songs als Zugabe und der Spuk ist vorbei..........Gesamtspielzeit: ca. 55 Min!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!Trotzdem und gerade wegen der Umstände war dat ein gutes aber leider viel zu kurzes Konzert..................
Raus aussem Logo und Peer sagt:mal sehen wie das Experiment mit dem Wagen endet..............Rein in den Wagen und banges hoffen begleitet das herumdrehen des Schlüssel inner Zündung........Der Wagen springt anstandslos an...............HUUUUUUUUUUUUUUURRRRRRRRRRRRRAAAAAAAAAAAAAA!!!!!!!!!!!!!!! Er fährt..................Und jetzt kommt das ABER: nach ca. 500 Metern (dat Bremslicht und die Batterienanzeige leuchten immer noch.........) wird die Amaturenbeleuchtung sowie die Scheinwerfer immer schwächer (SCHEISSSSSSSSSSSE!!!Zu früh gefreut....................)Peer und ich gucken uns an:Auf zur nächsten Tankstelle und wieder den ADAC angerufen.....(Stell mir vor wie ich mit Peer mit 'nem Zug nach Hause fahre bzw. die Nacht innem Motel verbringen muss)Peer ist auch super angefressen,da er als selbständiger "AIRBRUSHER" den Wagen dringend benötigt!!!!Peer geht zum Schalter und fragt ob er mal drinnen telefonieren könnte, da sein Handy nur noch 80 Cent Guthaben aufweist..........Der Verkäufer hinterm Schalter weigert sich Peer reinzulassen,..........Peer begibt sich zu einem Restaurant inner Nähe um von dort anzurufen........Ich sitze leicht fröstelnd im Auto und harre der Dinge die da kommen werden (Verschieden alptraumhafte Szenarien rasen angsteinflößend durch mein ermüdetes Hirn...........).
Nachdem Peer zurück ist und mir mitteilt das innerhalb der nächsten 60 Min. ein Wagen vom ADAC erscheint begeben wir uns auffe Suche nach 'nem Freßlokal(Uhrzeit:23.30)!!!!!!!!!Nach ca. 10 min. Suche finden wir den obligatorischen Dönerladen..........Döner bestellt und gierig in uns reingestopft......Danach begeben wir uns einigermaßen gesättigt wieder zum Auto.............Peer hat ein ungutes Gefühl wegen des Straßennamens den er angegeben hat (laut Dame aussem Restaurant), da er nicht dem entspricht der uns anner Ecke angezeigt wird.....(auch dat noch...Nich mal die Hamburger wissen wo sie arbeiten...Blöde Sau......Schlampe.............)Also, nochmal beim ADAC angerufen (Nachdem Peer sein Handy aufgeladen hat) und die richtige Adresse unseres Standortes angegeben..............
Ab innet Auto und frierend auffet ADAC Auto wartend.............Uhrzeit:ca. 00.15...Der ADAC Wagen kommt (kriege vor Freude ob der zu erwartenden Hilfe 'ne Erektion!!!!!!)Vielleicht kommen wir ja doch noch mit dem Wagen Heute noch´nach Hause.............Nachdem die Motorhaube geöffnet wurde, stellt der ADAC Mann nach ca. 2 Sekunden völlig trocken fest, das uns auf der Hinfahrt der Keilriemen flöten gegangen ist. Peer völlig entgeistert: Dat sieht der auffen ersten Blick der gute Mann.........Ich brech in hysterisches Lachen aus........DER KEILRIEMEN IS ABGERISSEN??????????????????Ick glaub ick spinne....
Der liebe,gute,hilfsbereite ADAC MANN braucht ca. 1,5 Stunden um uns provisorisch zur Heimfahrt zu verhelfen........Der gute Mann hat natürlich NICHT den entstprechenden, passenden,dringend von uns benötigten Keilriemen in seiner fahrende Werkstatt dabei.........GRMPF...........
Er fummelt und schraubt und macht und tut und gibt wirklich alles, begleitet von fachmännischen Kauderwelch(Ick verstehe kein Wort von dem Zeuch, wat er sacht......) und schafft es tatsächlich den Wagen reisefertig zu machen...Wir bedanken uns euphorisch bei diesem wahren "Meister" seine Faches und machen uns um ca. 01.25 auf unser wohlverdiente Heimfahrt..............
Auffer Rückfahrt ist überraschender Weisen nüx passiert........(ich kann's immer noch nich glauben, das ich gester Nacht noch mein Bett berühren und spüren durfte........)Danke ADAC!!!!!!GUT das es dich gibt und vor allen Dingen gut das ich und Peer ADAC-Plus Mitglieder sind.........
Gute Nacht ihr gücklichen, zu Hause gebliebenen Weicheier
META IS BEST und ich bereue keine einzige Sekunde diese Abenteurs!!!!!!!!!!
CU IN FUCKIN' HELL
Alex
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